A$AP Rocky - At.Long.Last.A$AP - Cover
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A$AP Rocky At.Long.Last.A$AP


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 66 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf dem Weg zu einem starken Album verfranzt sich A$AP Rocky im gehobenen Durchschnitt.

Rakim Mayers alias Lord Flacko Jodye alias A$AP Rocky (26) ist zurück! Der New Yorker Rapper, Produzent und Shootingstar legt via RCA Records mit „At.Long.Last.A$AP“ seinen zweiten offiziellen Longplayer und damit den Nachfolger des in den USA für mehr als 500.000 verkaufte Einheiten mit Gold ausgezeichneten Nummer-eins-Albums „Long.Live.A$AP“ (01/2013) vor. Einen Grund zum Ausruhen stellt dies allerdings nicht dar. Und so hat A$AP Rocky für seinen Zweitling eine kaum enden wollende Liste mit Feature-Gästen zusammengestellt, die mit dem ungewöhnlichen Trio Miguel Jontel Pimentel, Mark Ronson und Rod Stewart (!!!) beginnt, das auf der ersten Singleauskopplung „Everyday“ zu hören ist und weitergeht mit Namen wie Schoolboy Q, M.I.A., Kanye West, Juicy J, Lil Wayne, Mos Def, Joe Fox, UGK und Bones.

Eines ist im weltweiten HipHop/Rap klar: Spätestens nach Kendrick Lamars gefeiertem „To Pimp A Butterfly”-Album (03/2015) gehen die Uhren in dem kränkelnden Genre anders. Eine neue Ernsthaftigkeit, politische Themen und andere Sounds sind eingekehrt. Wer von den Kids heute noch gehört werden will, muss mehr mitbringen als Party-Tracks und klischeebeladene Themen. Auch A$AP Rocky war auf der Suche nach Veränderungen, nahm sein Album in London auf und holte sich Brian Joseph Burton alias DJ Danger Mouse (Broken Bells, U2, The Black Keys, Beck, Norah Jones, Jay-Z) als Produzenten ins Studio.

Das klingt auf dem Papier mutig, wirkt sich aber bis auf ein sehr gesetztes Klangbild mit groovenden Midtempo-Stücken und düsterer Atmosphäre nicht sonderlich aus. Denn so ganz kann A$AP Rocky nicht aus seiner Haut, um komplett auf Rhymes von Bitches, Hustlers, Chicks und Dicks sowie den weiteren üblichen verdächtigen Ghetto-Themen zu verzichten. Zwar gelingen dem 26-Jährigen drei, vier atmosphärische Highlights, doch die musikalische (und inhaltliche) Tiefe eines Kendrick Lamar erreicht er dabei nie. Und das ist nun mal die neue Referenz im US-HipHop.

Das klingt auf dem Papier mutig, wirkt sich aber bis auf ein sehr gesetztes Klangbild mit groovenden Midtempo-Stücken und düsterer Atmosphäre nicht sonderlich aus. Denn so ganz kann A$AP Rocky nicht aus seiner Haut, um komplett auf Rhymes von Bitches, Hustlers, Chicks und Dicks sowie die weiteren üblichen verdächtigen Ghetto-Themen zu verzichten. Zwar gelingen dem 26-Jährigen drei, vier atmosphärische Highlights, doch die musikalische (und inhaltliche) Tiefe eines Kendrick Lamar erreicht er dabei nie. Und das ist nun mal die neue Referenz im US-HipHop. Vielmehr stellt sich mit zunehmender Spieldauer ein bisschen Langeweile ein, da A$AP Rocky nicht in der Lage ist, ein einheitlich hohes Niveau zu halten und sich auf halber Strecke zu einem starken Album verfranzt und im gehobenen Durchschnitt hängenbleibt.

Anspieltipps:

  • M´$
  • Max B
  • Pharsyde
  • Excuse me
  • Back home
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