Miami Horror - All Possible Futures - Cover
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Miami Horror All Possible Futures


  • Label: Caroline/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 62 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
8.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Kein Horror aus Miami, aber auch kein Hallo-Wach-Album für die Elektroszene.

Miami Horror ist eine im Jahr 2007 in Melbourne, Australien, gegründete Electro-Pop-Band, die mit „All Possible Futures“ ihr nunmehr zweites Studioalbum vorlegt. Vorangegangen waren neben diversen Singles bisher die „Bravado“-EP (2008) und der Longplayer „Illumination“ (2010). Alles in allem also nicht gerade eine sehr große Ausbeute.

Rund drei Jahre arbeiteten Benjamin Plant (Synthesizer, Bass), Josh Moriarty (Gitarre, Gesang), Aaron Shanahan (Gitarre, Synthesizer, Gesang) und Daniel Whitechurch (Piano, Synthesizer) u.a. in Melbourne, Los Angeles und Paris an ihrem zweiten Album. Herausgekommen ist dabei ein 15 Songs umfassendes Werk, das seine Inspiration von Künstlern und Bands wie Paul Simon, Michael Jackson, Talking Heads, INXS, New Order, Fleetwood Mac und Tame Impala bezieht. Übersetzt in die musikalische Sprache von Miami Horror ergibt dies einen elektronischen Pop-Cocktail, der leicht ins Ohr und in die (Tanz-)Beine geht, ohne besondere Werte hinsichtlich der Nachhaltigkeit ihrer Stücke zu erzielen.

Mit fluffig-leichten Sommer-Popsongs wie „Real slow“, „Wild motion“ oder auch dem deutlich beim frühen Michael Jackson abgekupferten Funk-Groover „Love like mine“ versuchen sich Miami Horror den Weg aus der Beliebigkeit zu bahnen. Doch bis auf die latente Tanzbarkeit („Cellophane“) und Belanglosigkeiten der Marke „Into the night“, „All it ever was“ und „Colours in the sky“ besitzt das vorliegende Album höchstens einen erhöhten Niedlichkeitsfaktor, der im Falsettgesang der Herren Moriarty und Shanahan, ihrer Vorliebe für 80er-Jahre-Disco-Funk und in der sich seit Beginn ihrer Karriere durchziehenden Vorliebe für die Farbe Pink begründet ist.

„All Possible Futures“ tut nicht weh und beißt auch nicht. Es will nur spielen und das Stöckchen wiederbringen, das Acts wie die Bee Gees, Mika oder auch die Scissor Sisters einst mit elektronischem und tanzbarem Glam- und Disco-Pop auswarfen. Das gelingt den Australiern allerdings nur auf durchwachsene Art und Weise, von der das Cover-Motiv noch der ansprechendste Teil ist.

Anspieltipps:

  • Stranger
  • Wild motion
  • Love like mine
  • Maybe I need you
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