Heather Nova - The Way It Feels - Cover
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Heather Nova The Way It Feels


  • Label: Embassy Of Music/WEA
  • Laufzeit: 53 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Heather Novas Musik ist nach wie vor einzigartig, auch wenn sie nicht mehr die Strahlkraft früherer Alben erreicht.

Die Abstände zwischen Heather Novas Alben werden immer größer. So liegt „300 Days At Sea“ (05/2011) inzwischen vier Jahre zurück. So lange musste der geneigte Fan noch nie auf eine neue Platte der mittlerweile 47-Jährigen warten, rechnet man zwischenzeitliche Live-Werke mit ein. Doch jetzt ist die Heather-lose Zeit vorbei. Denn mit „The Way It Feels“ legt die in Bermuda geborene und inzwischen dort auch wieder lebende Dichterin, Sängerin und Songschreiberin ihr neuntes Studioalbum vor.

Aufgenommen in der Sommerhitze von South Carolina, in der Hauptstadt Charleston, ist „The Way It Feels“ eine Schnittmenge dessen, was die Magie der Musik Heather Novas ausmacht. Diese hat in mehr als 20 Jahren die eine oder andere Metamorphose durchgemacht und sich stets logisch weiterentwickelt. Entspannter Folk-Pop („I’m air“), träumerische („Treehouse“) und leicht entrückte Stücke („The archaeologist“) sowie radiotauglicher Pop („Sea glass“) sind dabei noch immer die Grundfesten, aus denen sich Melodien herauskristallisieren, die in der Popmusik nach wie vor einzigartig sind, auch wenn sie nicht mehr die Strahlkraft früherer Alben erreichen.

Davon abgesehen ist es trotzdem immer wieder ein Erlebnis, wenn Heather Nova kleine Schmuckstücke wie „On my radar“ oder auch „The humanness“ aus dem Hut zaubert, die das Herz berühren oder sie sich von den Ideen der beiden Produzenten und Arrangeure Josh Kaler und Jay Clifford treiben lässt und zum Beispiel ein Banjo das Arrangement eines Songs dominiert („Sleeping dogs“). Damit kann Heather Nova ihren Status als eine der ungewöhnlichsten weiblichen Folk-Pop-Interpreten wieder einmal bestätigen und ihre vor allem in Deutschland sehr zahlreichen Fans zufriedenstellen. Es müssen ja nicht immer gleich Begeisterungsstürme sein.

Anspieltipps:

  • I’m air
  • Treehouse
  • On my radar
  • The humanness
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