Ciara - Jackie - Cover
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Ciara Jackie


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 63 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ohne das Rad neu zu erfinden, gelingt Ciara ein bemerkenswert solides R&B-Album mit coolen Sounds und kleinen Hits.

Während die Texanerin Ciara Princess Harris (29) in den europäischen Charts noch nicht so richtig durchstarten konnte, ist die Sängerin und Schauspielerin in den USA, bis auf den Flop mit „Basic Instinct“ (12/2010), eine stete Kandidatin für vorderste Ränge. Auch wenn sich die Verkaufszahlen dabei seit „Fantasy Ride“ (06/2009) in Bereichen befinden, für die früher sicher kein Popstar aufgestanden wäre, ist Ciara mit mehr als zwei Dutzend Singles und nunmehr sechs Studioalben fest etabliert.

Die Arbeiten an Ciaras neuestem Longplayer, benannt nach ihrer Mutter Jackie, begannen Ende November 2013 und erstreckten sich bis ins Jahr 2015. Prominente Hilfe bekam die 29-Jährige von Songwritern und Produzenten wie Dr. Luke (Ke$ha, P!nk, Kelly Clarkson), Polow da Don (Nicki Minaj, Chris Brown, Rihanna), The Underdogs (R. Kelly, Beyoncé, Mary J. Blige), Ester Dean (Katy Perry, Robin Thicke, Usher), Diane Warren (Celine Dion, Cher, Aerosmith) und Rock City (Kanye West, Jennifer Hudson, Miley Cyrus). Dazu gesellen sich mit Pitbull, Joe Jonas und Missy Elliott drei berühmte Feature-Gäste.

Oftmals verderben viele Köche den Brei und verwässern die Identität eines Künstlers, weil alles irgendwie gleichförmig und wie schon mal woanders gehört klingt. Doch im Fall von „Jackie“ funktioniert die geballte Macht aus Hit-Schreibern und Produzenten ausnahmsweise über weite Strecken so gut, dass die wenigen Ausfälle kaum ins Gewicht fallen und das schwache Vorgängerwerk „Ciara“ (07/2013) endlich abgehakt werden kann. Mit dem an eine Mischung aus Jennifer Lopez (die Stimme!) und Nicki Minaj erinnernden Dirty-South-Style-Opener „Jackie (B.M.F.)“ gibt Ciara dabei eine musikalische Richtung vor, die sich als gute Wahl herausstellt.

Mit betont Dance-orientierten Stücken wie „Fly”, „Give me love“ oder auch „One woman army”, wirkt das Album locker und unverkrampft und nicht wie die übliche R&B-Soße aus der Retorte, ohne dieses Genre gänzlich zu verleugnen. Denn eingebettet in den Dance-Sound funktionieren fett pumpende R&B-Balladen wie „I bet“ und „Only one” sowie atmosphärische Nummern wie „Dance like we’re making love“ und „Kiss & tell” einfach um Längen besser als in der Vergangenheit, sodass auch die obligatorische Diane-Warren-Megaballade zum Schluss („I got you”) perfekt ins Bild passt.

Anspieltipps:

  • Fly
  • Lullaby
  • I got you
  • Only one
  • Give me love
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