Christina Stürmer - Gestern. Heute. - Cover
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Christina Stürmer Gestern. Heute.


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 51 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Das erste Best-Of-Album der Österreicherin mit zwei neuen Songs als Bonus.

Die Österreicherin Christina Stürmer (32) ist inzwischen seit zwölf Jahren als professionelle Sängerin aktiv und hat in dieser Zeit neun Longplayer auf den Markt gebracht (inkl. Live-, Unplugged- und Compilation-Alben), die sich europaweit zusammen mehr als 1,5 Millionen Mal verkauft haben. Wir haben zwar noch nicht die Vorweihnachtszeit mit ihrer berühmt-berüchtigten Greatest-Hits- und Best-Of-Alben-Schwemme erreicht, aber dennoch ist der Plattenfirma es wert, die Karriere der gelernten Buchhändlerin Stand heute zusammenzufassen und mit einer Best-Of-CD zu würdigen.

„Gestern. Heute.“ blickt mit 13 bekannten Titeln zurück in die Vergangenheit und mit zwei brandneuen Titeln („Was wirklich bleibt“ und „Meer seh‘n“) in die Zukunft. Erstgenannter Song ist eine zwischen atmosphärischen und hymnischen Passagen hin und her wechselnde Rückbesinnung, die gleichzeitig Aufbruchsstimmung verbreitet, während „Meer seh’n“ – das Wortspiel deutet es bereits an – ein locker-flockiges Gute-Laune-Lied mit dem Thema Fernweh geworden ist, das leicht ins Ohr geht.

Die zwei neuen Titel müssen den Fans von Christina Stürmer im Prinzip als Kaufanreiz ausreichen. Denn „Gestern. Heute“ wirkt alles in allem sehr spartanisch und wenig Fan-freundlich. Nicht nur, dass rund eine halbe Stunde der CD-Kapazität verschenkt wird, es wird auch an der Verpackung (einfaches Jewel Case) sowie an Boni gespart. So hätte sich zum Beispiel eine DVD mit den bisherigen Videoclips der Sängerin, verpackt in einem schönen Digipak, sehr gut gemacht.

Doch so ist leider nur Schmalhans Küchenmeister und es erhalten lediglich diejenigen einen Mehrwert, die sich mit den von Christina Stürmer für diese Zusammenstellung persönlich ausgewählten Klassikern aus ihren bisherigen Werken ausreichend versorgt sehen. Wer braucht heutzutage schließlich noch komplette Alben? Nichtsdestotrotz haben die Songs ihr Potenzial nachhaltig bewiesen und ein paar echte Dauerbrenner hervorgebracht, sodass der Hauptkritikpunkt an diesem Longplayer wirklich nur an der verdächtig lieblosen Aufmachung festgemacht werden kann, so als müsste schnell ein Vertrag erfüllt werden – und dann tschüss!

Anspieltipps:

  • Ich lebe
  • Millionen Lichter
  • Mama Ana Ahabak
  • Was wirklich bleibt
  • Engel fliegen einsam

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