We Are The Ocean - Ark - Cover
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We Are The Ocean Ark


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
10/10 Leserwertung Stimme ab!

Brauchbarer Indie-Rock ohne die ganz großen kreativen Ausbrüche.

„Wir mögen es nicht, wenn wir uns wohlfühlen“, bekennt Alfie Scully. Der Gitarrist von We Are The Ocean nimmt mit dieser scheinbar masochistischen Selbstgeißelung Bezug auf den musikalischen Weg, den seine Band seit ihrer Gründung vor acht Jahren gegangen ist. Post Hardcore war einmal, die Wurzeln der Formation waren bereits auf dem letzten Album nicht mehr Hauptgegenstand des gemeinsamen Musizierens. „Ark“ ist vermutlich das klassischste Rockalbum, das We Are The Ocean bisher veröffentlicht haben.

Erster Pluspunkt: Das tolle Gespür für brachiale Opener. Der Titeltrack steigt rockhymnisch ein und zeigt beeindruckend die Bereitschaft der Band, in neuen Gewässern zu schwimmen. Beispielhaft dafür ist auch „Good for you“, das auch auf dem jüngsten QOTSA-Longplayer nicht negativ aufgefallen wäre. „Wir wollten der Musik unsere Persönlichkeit verleihen, die sich, wie wir auch, verändert hat. Wir wollten uns keine Grenzen setzen, sondern etwas ganz anderes schaffen.“

Zugegeben, ganz anders ist dann vielleicht auch ein wenig übertrieben. Hier und da blitzen die großen Momente der ersten Platten dann auch auf Album Nummer vier auf. Die Vielschichtigkeit, die der Gitarrenrock auf „Ark“ besitzt, ist dennoch aller Ehren wert. Wildes Genre-Hopping findet nicht statt, Gitarren und Schlagzeug dominieren fast jeden Song. Und dennoch wechseln sich Hymnen, scheinbar nur für das große Brimborium im Stadion geschrieben, mit defensiveren Interpretationen des eigenen Schaffens ab. We Are The Ocean wollten ihre gesamte Vielschichtigkeit zeigen und das funktioniert. Was würde etwa Josh Homme zu „Shere Khan“ sagen?

Die selbst genannten Vorbilder wie Led Zeppelin hört man aus „Ark“ nicht heraus. Das macht aber nichts, We Are The Ocean zeigen, wie sich auch innerhalb eines Genres abwechslungsreich rocken lässt. „Ark“ ist facettenreich und auch wenn nicht jeder Song zwingend bei jedem Hörer zünden wird, so ist der Platte ein mehr als solides Grundniveau nicht abzusprechen. Rocker aller Art dürfen gerne den einen oder anderen Durchlauf riskieren, denn: „Wir wollten unsere ganze Vielseitigkeit zeigen. Nur den Gangsta-Rap-Song haben wir dann doch weggelassen.“ Puh.

Anspieltipps:

  • Ark
  • Good For You
  • Hope You’re Well

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