Third Eye Blind - Dopamine - Cover
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Third Eye Blind Dopamine


  • Label: Mega Collider Records
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die ehemals führenden College-Rocker aus Kalifornien kehren überraschend stark zurück.

Third Eye Blind wer? Keine Frage, diese Band muss der jugendliche Musikhörer von heute nicht unbedingt kennen. Als die Gruppe Mitte der 90er Jahre startete, bekam sie gerade noch die letzten Wehen des Grunge- und Alternative-Rock-Booms mit und siedelte sich im frisch aus der Taufe gehobenen „College Rock“-Genre an. Zwischen 1997 und 2003 brachten Third Eye Blind drei Studioalben auf den Markt, die in den amerikanischen Billboard Charts respektabel performten, wobei allen voran das selbstbetitelte Debüt mit den Singles „Semi-charmed life“, „Losing a whole year“, „Jumper“, „Graduate“ und „How’s it going to be“ qualitativ und kommerziell heraussticht.

Von diesem wurden allein in den USA mehr als sechs Millionen Einheiten abgesetzt. Es ist noch heute das Herzstück des etwas verblassten Ruhms von Third Eye Blind, die bis dato weltweit mehr als 12 Millionen Alben verkauft haben. Allerdings ging der Band nach dem dritten Album „Out Of The Vein“ (05/2003), das in den USA wenigstens noch eine Gold-Auszeichnung erhielt, die Puste aus. Sie verlor ihren Major-Plattenvertrag und kehrte erst sieben Jahre später mit „Ursa Major“ (04/2010) auf ihrem eigenen Label Mega Collider Records zurück. Weitere fünf Jahre zogen ins Land, bis nun das fünfte Studioalbum der Band im Sommer in den USA veröffentlicht wurde und es in die Top 20 der Billboard Charts schaffte.

Zu den einzigen verbliebenen Gründungsmitgliedern Stephen Jenkins (Gesang) und Brad Hargreaves (Drums) gesellen sich inzwischen die Herren Kryz Reid (Gitarre), Alex Kopp (Keyboards) und Alex LeCavalier (Bass). Sie haben für „Dopamine“ ein Dutzend Tracks eingespielt, die musikalisch nichts von dem Charme der ausgehenden 90er Jahre verloren haben. Die Band aus Kalifornien setzt nach wie vor auf sonnige Melodien und einschmeichelnde Harmonien, aus denen sie Hooklines wie in „Shipboard cook“ oder auch „Rites of passage“ entwickeln.

Dabei ist der leicht angeraute (Falsett-)Gesang von Stephen Jenkins immer noch ein Markenzeichen, um das andere Bands betteln würden („All the souls“). Aber auch die gefälligen 80er-Jahre-Einflüsse in Songs wie „Back to zero“, das hymnische Element in „Something in you“ sowie die Queen-Eindrücke in „Get me out of here“ wissen zu gefallen, sodass „Dopamine“ zu einem nicht wirklich erwarteten sehr soliden bis guten Album geworden ist, das man den Kaliforniern nicht mehr zwingend zugetraut hat.

Anspieltipps:

  • Dopamine
  • Shipboard cook
  • Something in you
  • Get me out of here
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