Consuelo Costin - I´m Just Me - Cover
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Consuelo Costin I´m Just Me


  • Label: C&R Productions/H'ART
  • Laufzeit: 47 Minuten
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1/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Hinter einer beliebigen Dance-Pop-Szenerie lässt sich zu keinem Zeitpunkt erkennen, wer Consuelo Costin als Künstlerin tatsächlich sein möchte.

Wenn „Jurassic World“ die Kinos beherrscht, dann ist es vielleicht nur die Frage der Zeit, wann ein Album versucht über 90er-„Charme“ versucht unsere Herzen zu erobern. Oh, es ist tatsächlich schon so weit. Schlecht eingefügte Revolvergeräusche wie einst bei den Toten Hosen, unpassende Rap-Einlagen und stampfender Dance-Pop ohne eigene Identität. Und dabei handelt es sich nicht einmal um ein neues Madonna-Album. Und bei aller Kritik an Consuelo Costin ist die gute Frau scheinbar nicht dermaßen von sich eingenommen, dass sie Lieder nach sich selbst betitelt und die Welt vor sich knien lässt.

„I'm Just Me“ klingt von der ersten Sekunde an nach nicht mehr als dem Traum einer jungen Frau. Allerdings ist der Traum unglaublich oberflächlich und lässt sich kaum einzäunen. Der Traum lautet: Ich will Sängerin sein. Ja, toll. Aber was für eine Art Musiker Costin sein möchte, scheint nie Teil der Gleichung gewesen zu sein. Um genauer zu sein, liegt die Vermutung nahe, dass es fehl am Platze wäre, Costin Musikerin zu nennen. Dafür müsste sich hinter den generischen Pop-Sternchen-Klängen der Platte eine Idee ausmachen lassen. „I'm Just Me“ ist allerdings nicht mehr als eine Aneinanderreihung von gleichbleibenden Dance-Beats, die zusätzlich schwach produziert klingen.

„Above The Fire“ ist das einzige Beispiel, welches das Problem dieser Scheibe zusammenfasst. Stereotypisch schlecht eingesetzter Autotune trifft auf besagte Plastik-Rap-Einlagen und ergibt mit erstaunlich nichts sagenden Texten ein Text, der nur ein Prädikat verdient: Überflüssig. Zwar sind einige Lieder nicht ganz so schlimm wie dieser Tiefpunkt moderner Pop-Musik, doch nichts kann auch nur annähernd so viel Qualität mitbringen, dass die Platte nicht trotzdem wie eine Verschwendung von Ressourcen erscheint. „I'm Just Me“ ist eine gesichtslose Scheibe ohne jegliche Vision und Richtung, die sich musikalisch sowie inhaltlich allein mit Nichtigkeiten beschäftigt. Es gibt schlichtweg keinen guten Grund, warum dieses Album überhaupt existieren sollte.

Anspieltipps:

  • Love Song
  • Lose My Mind

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