Led Zeppelin - Presence (Deluxe Edition) - Cover
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Led Zeppelin Presence (Deluxe Edition)


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 77 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Teil sieben eines umfangreichen Programms von Wiederveröffentlichungen aus dem Hause Led Zeppelin.

Es ist mal wieder an der Zeit, dass der zehn Longplayer umfassende Back-Katalog der Hardrock-Legende Led Zeppelin in die Hand genommen und neu auf den Markt gebracht wird. Diesmal hat sich Gitarrist Jimmy Page höchstpersönlich um einen neuen Sound-Mix der Alben gekümmert und für die Bonus-CDs der Deluxe-Ausgaben bisher unveröffentlichte Live-, Demo-, Alternativ-Mix- und Studio-Tracks ausgegraben. Erscheinen werden diese Re-Releases in allen erdenklichen Formaten, von der einfachen CD, bis hin zum mindestens 100 Euro teuren Mega-Deluxe-Box-Set. Nur Fliegen ist schöner.

Wer sich als Ergänzung zu seinen Vinyl-Ausgaben oder den schwachbrüstig klingenden CD-Erstauflagen diese erneuten Re-Releases besorgen möchte, aber keine 1.000 Euro investieren will, sollte trotzdem zumindest zu den Deluxe-Doppel-CDs greifen, die neben dem jeweiligen Originalwerk im frischen Klangbild, das versprochene Bonusmaterial beherbergen, mit dem die Geschichtsstunde in Sachen Led Zeppelin erst so richtig schön wird. Den Anfang der Wiederveröffentlichungsreihe machten die ersten drei Led-Zep-Longplayer aus den Jahren 1969 und 1970 (Zwischen „I“ und „II“ lagen lediglich acht Monate. Heutzutage fast unvorstellbar. Es sei denn, man heißt Green Day und liefert mit „Uno!“, „Dos!“, „Tré!“ ein Desaster ab). Ihnen folgten in der zweiten Welle die Werke „Led Zeppelin IV“ (11/1971), „Houses Of The Holy“ (03/1973) sowie „Physical Graffiti“ (01/1975) und nun im finalen Schwung die Werke „Presence“ (03/1976), „In Through The Out Door“ (08/1979) und „Coda“ (11/1982).

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„Presence“: Mit ihrem siebten Studioalbum, das nur 13 Monate nach „Physical Graffiti“ erschien, erklommen Led Zeppelin den jeweils ersten Platz in den britischen und amerikanischen Album-Charts, obwohl der Longplayer bei weitem nicht die euphorischen Kritiken wie die vorangegangenen Werke erhielt. Trotz hoher Chart-Platzierungen waren die Abverkäufe schleppend. Dabei hatte die Band sehr viel Energie in die Aufnahmen gesteckt. Robert Plant erholte sich von einem Autounfall und sang das Album im Rollstuhl sitzend ein. Die Aufnahmen und die Abmischung gingen in nur 18 Tagen über die Bühne und förderten am Ende sieben Songs zu Tage, darunter Tracks wie „Achilles last stand“, „For your life“ und „Nobody’s fault but mine“. Es fällt auf: Die Hitdichte hatte nachgelassen. Entsprechend dünn kommt auch der jetzige Re-Release daher.

Dieser erfolgt in sechs Formaten: Als Standard-CD, Deluxe-Doppel-CD, Standard-LP, Deluxe-Doppel-LP, Super-Deluxe-Bos-Set mit zwei CDs, zwei LPs plus Hardcover-Buch sowie als High Resolution Download. Das begehrteste Beutestück ist dabei, wie bei allen vorherigen Re-Releases auch, die sogenannte Companion-Disc, die dem Hörer im Fall von „Presence“ lediglich 32 Minuten mit weiterer Musik aus dem Entstehungsprozess des Albums spendiert. Und dieser ist nicht gerade sonderlich spannend, es sei denn, der Hörer gehört zu den beinharten Led-Zep-Fans, die jedes Tönchen aus dem Studio gierig aufsaugen.

Anspieltipps:

  • For your life
  • Royal Orleans
  • Achilles last stand
  • Nobody’s fault but mine
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