Alvaro Soler - Eterno Agosto - Cover
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Alvaro Soler Eterno Agosto


  • Label: Airforce1/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 58 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

So wie das Münchner Publikum mit Pep Guardiola nie richtig warm wurde, kühlt auch die Leidenschaft für Alvaro Solers Latin-Pop schnell ab.

Der Spanier Alvaro Soler (25) soll, wenn es nach seiner Plattenfirma geht, in diesem Jahr wieder einen Sommerhit abliefern. Diesmal mit dem Stück „Sofia“. Denn bereits im Jahr 2015 hatte der Sohn eines Deutschen und einer Spanierin einen Hit dieser Art. Besagter Song, „El Mismo Sol“, der gleich dreimal auf dem Longplayer vorhanden ist, wurde im Juli 2015 ausgekoppelt und hielt sich für 21 Wochen in den deutschen Charts. Im Rest der Welt sorgte der Titel ebenfalls für Chart-Furore. Von den zig Millionen Streams wollen wir gar nicht erst reden.

Auf „Eterno Agosto“ hat der Track nun ein Publicity-trächtiges Jennifer-Lopez-Doppel-Feature erhalten (einmal auf Deutsch und einmal auf Spanisch), wobei die Deutschland-Veröffentlichung des Longplayers gleich mehrfach verschoben wurde. Man braucht ja schließlich ein gutes Pfund zum Wuchern. Und natürlich einen weiteren Hit, wonach es bei „Sofia“ in Bezug auf die hiesigen Charts aktuell noch nicht aussieht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Schließlich hat der 25-Jährige auf „Eterno Agosto“ potenzielle Latin-Pop-Hits für Hörer mit Durchhaltevermögen gleich im Dutzend im Angebot.

Auch wenn die Songs unter deutscher Beteiligung von Simon Triebel (Udo Lindenberg, Tim Bendzko, Mark Forster, Christina Stürmer) und Ali Zuckowski (Roger Cicero, Santiano, Adel Tawil, Sarah Connor) entstanden sind, ist das durchweg tanzbare Ergebnis authentischer ausgefallen, als das der Hannoveraner Kollegen von Marquess. Nichtsdestotrotz ist auch auf „Eterno Agosto“ kein nachhaltiges Vergnügen gegeben, da sich der stilistische Variantenreichtum auch bei insgesamt 18 Tracks in Grenzen hält und inhaltlich kaum mehr als das übliche Corazón- und Amor-Gesülze geboten wird.

So verflacht das Album mit fortlaufender Spielzeit zunehmend zu einem arg seichten Sommer-Sonne-Gute-Laune-Geplänkel mit erhöhtem Nervfaktor, der auch nicht durch einen Liter Sangria im Schädel kompensiert werden kann. So schunkeln wir uns leicht angeschlagen von der roten Plörre und stark getroffen vom oberflächlichen Tralala des Deutsch-Spaniers in die ewigen Jagdgrüne des Latin-Pop, wo bereits Kreativ-Leichen wie Juanes und Enrique Iglesias zähnefletschend warten.

Anspieltipps:

  • Sofia
  • Volar
  • Que Pasa
  • Esperándote
  • El Mismo Sol
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