Glen Hansard - Didn´t He Ramble - Cover
Große Ansicht

Glen Hansard Didn´t He Ramble


  • Label: Anti Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein kleines, aber feines und angenehm unaufgeregtes Album.

Mit „Didn’t He Ramble” legt der irische Sänger und Songwriter Glen Hansard (45) drei Jahre nach „Rhythm And Repose“ (06/2012) sein neues Solo-Studioalbum vor. Es wurde in New York, Dublin, Chicago und La Dionnaie in Frankreich aufgenommen und von Thomas Bartlett (Anna Calvi, The National, Sufjan Stevens) sowie David Odlum (Paloma Faith, Gemma Hayes, The Frames) produziert. Als musikalische Gäste begrüßt Glen Hansard zudem Sam Beam (Iron And Wine), Sam Amidon und John Sheahan (Dubliners).

Glen Hansard versteht es wie kaum ein zweiter, seine Alben wie opulente Soundtracks erklingen zu lassen, die in Pathos, Melancholie und großen Melodien schwelgen. Die Stücke sind stets persönlich und klassisches Singer/Songwriter-Gut, in das sich Spuren von Folk, Soul und Blues eingeschlichen haben. Hansard erzählt Geschichten aus seinem Leben und lässt den Hörer damit bewusst ganz dicht an sich heran. Denn der 45-Jährige möchte, dass seine Lieder ebenso bewusst gehört werden und nicht als Fahrstuhlmusik verkommen.

Und ganz ehrlich: Dazu wären die zerbrechlichen Akustiktracks auch nicht geeignet, in denen Glen Hansard wie es sich für einen gestandenen Singer/Songwriter geziemt, leidet und sich das Elend, aber auch die Freuden des Lebens von der Seele singt. Dabei gelingen ihm Großtaten, wie das an Van Morrison gemahnende „Her mercy“ und kleine Perlen wie „Wedding ring“. Hansard integriert dezente Irish-Folk-Elemente („McCormack’s wall“, „Lowly deserter“) und erteilt Lehrstunden in Sachen Atmosphäre und Tiefgang („My little ruin“).

Auf diese Weise gelingt dem Iren ein kleines, aber feines und angenehm unaufgeregtes Album, das den Alltagstrubel vergessen lässt, wenn man sich darauf einlässt – so wie es sich Glen Hansard ausdrücklich wünscht. Dem kann nur beigepflichtet werden.

Anspieltipps:

  • Her mercy
  • Wedding ring
  • Lowly deserter
  • Grace beneath the pines
Neue Kritiken im Genre „Singer/Songwriter“
8.5/10

Rough And Rowdy Ways
  • 2020    
Diskutiere über „Glen Hansard“
comments powered by Disqus