The Bunny The Bear - A Liar Wrote This - Cover
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The Bunny The Bear A Liar Wrote This


  • Label: Victory Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Post Hardcore in seiner progressivsten Variante - oder: Falscher Hase meets Meister Petz.

Matthew „The Bunny“ Tybor und Haley „The Bear 4.0“ Roback stellen zusammen die im Jahr 2008 gegründete Band The Bunny The Bear aus Buffalo, New York, dar, wobei das ursprüngliche Gründungsmitglied Chris „The Bear“ Hutka im Jahr 2014 aus der Band ausstieg (bereits zum zweiten Mal) und durch Haley Roback ersetzt wurde. Schaut man sich zudem die Liste der Musiker an, die in den vergangenen sieben Jahren bei The Bunny The Bear ein- und ausgingen, kann einem ganz schwindelig werden. Überschlagsweise werden mehr als zwei Dutzend Personen gezählt.

Wie schön, dass sich die New Yorker wenigstens auf den Studiomusiker und -Betreiber sowie Produzenten Doug White (u.a. Lemuria, Gym Class Heroes, Every Time I Die) verlassen können, der mit der Band auch für ihr neues, das inzwischen sechste Album in fünf Jahren, in seinen Watchmen Recordings Studios in Lockport, New York, einspielte. Dabei bleibt das erste Studioalbum ohne Chris „The Bear“ Hutka der Linie weitgehend treu, die The Bunny The Bear ursprünglich eingeschlagen hatten.

Das Duo und seine Studiomusiker kombinieren schneidende Metal-Gitarren und Growls aus dem Post-Hardcore-Sektor mit betont poppigen und elektronischen Songstrukturen. Daraus entwickelt sich eine progressive Variante des Post Hardcore, die irgendwie nur schwer greifbar ist. Denn der Kontrast zwischen härteren Passagen („Sleep sequence“, „Somewhat standards“) und zuckersüßem Pop („Empty hands“, „Lover’s touch“, „It’s not always cold in Buffalo”) ist schon gewaltig. Dazu klingt Haley Roback mit ihrem Clean-Gesang wie eine Träller-Else aus dem Symphonic-Metal-Bereich („Oblivion“).

Keine Frage, es ist nicht ganz so leicht, The Bunny The Bear vollumfänglich gut zu finden. Dazu sitzen sie mit ihrer Mischung aus Härte und Popmusik zu sehr zwischen den Stühlen. Es wird nie richtig kompromisslos heavy, aber auch nur selten mit allen Konsequenzen eingängig. Und trotzdem besitzt diese Band etwas, das dazu führt, dass sich der Hörer – wenn auch mit Schmerzen – mit ihr auseinandersetzt. Dabei möchte er dem Duo für Stücke wie „Motion“ den Hintern versohlen und für Songs wie „It’s not always cold in Buffalo“ die Hand küssen. Eine echt harte Nuss, diese beiden New Yorker!

Anspieltipps:

  • Loose lips
  • Dead leaves
  • Somewhat standards
  • Love, trust and compromise
  • It’s not always cold in Buffalo
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