Michel Van Dyke - Soundtrack: Taxi - Cover
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Michel Van Dyke Soundtrack: Taxi


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

18 Songs und Score-Elemente für einen Film, der in den 80er Jahren spielt. Entspechend musste auch die Musik klingen.

Der gebürtige Niederländer Michel van Dyke ist nun schon seit mehr als 30 Jahren ein Bestandteil der deutschen Liedermacherszene. Er war Mitglied der Band Ruben Cossani und veröffentlicht als Solokünstler seit Mitte der 80er Jahre Songs in deutscher und englischer Sprache. Dazu etablierte er sich ab Mitte der 90er Jahre als Songschreiber für Kollegen wie Fury In The Slaughterhouse, Thomas Godoj, Jasmin Wagner, Echt, Patrick Nuo oder auch Mariannenplatz. Sein neuestes Projekt ist der Soundtrack zum Kinofilm „Taxi“.

Bei „Taxi” handelt es sich um die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Karen Duve aus dem Jahr 2008. Zu Duves bisherigen Büchern zählen Titel wie „Regenroman“ (1999), „Dies ist kein Liebeslied“ (2002) oder auch „Die entführte Prinzessin“ (2005), die allesamt Bestseller waren. Die Geschichte von „Taxi“ spielt im Hamburg der 80er Jahre und handelt von einer jungen Frau namens Alex Herwig, die sich ihren Lebensunterhalt als Taxifahrerin verdient. Sie erlebt dabei komische Fahrgäste, eine merkwürdige Kollegen-Clique und das Leben als solches, das ihr nichts schenkt. Das Ganze wird verpackt in eine episodenhafte Handlung, die nun von Regisseurin Kerstin Ahlrichs („Sieh zu, dass du Land gewinnst“) verfilmt wurde. In den Hauptrollen agieren Rosalie Thomass und Peter Dinklage.

Auf dem Soundtrack-Album zum „Taxi“-Film befinden sich insgesamt 18 Songs und Score-Elemente aus der Feder von Michel van Dyke und dem Hamburger Komponisten und Arrangeur Florian Tessloff („Der Baader Meinhof Komplex“, „Süperseks“, „Raju“, „Liebesjahre“). In sechsmonatiger Arbeit entstand ein musikalisches Bett für den Film, das das zeitliche Umfeld der 80er Jahre aufnehmen musste und sich dabei stilistisch in den Genres New Wave, Dub, Pop, Elektro und Punkrock austobt. Dies ist äußerst solide umgesetzt worden und funktioniert – wie es so schön heißt – auch ohne den Film zu kennen. So befinden sich gerade zu Beginn des Soundtracks ein paar richtig gute Stücke, während es danach mit zunehmender Spieldauer etwas beliebig wird. Fans von Michel van Dyke werden dennoch den einen oder anderen guten Track vorfinden.

Anspieltipps:

  • Sundaynight
  • State of mind
  • Das goldene Kalb
  • Hamburg bei Nacht
  • I can’t get you out of my head
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