Young Chinese Dogs - Great Lake State - Cover
Große Ansicht

Young Chinese Dogs Great Lake State


  • Label: Rent A Record Company
  • Laufzeit: 40 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
8/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine hörbare Weiterentwicklung, hin zu üppigeren, eingängigeren und poppigeren Songs.

Die Young Chinese Dogs aus München sind Birte Hanusrichter (Gesang), Nick Reitmeier (Gitarre, Gesang) und Oliver Hendriksson (Bass, Gesang). Die Folk-Pop-Band besteht seit dem Jahr 2008, wobei sich die Position des Schlagzeugers einem regelmäßigen Wechsel unterzieht und im Moment offiziell nicht besetzt ist. Das Trio hat vor zwei Jahren mit „Farewell To Fate“ (10/2013) sein Longplay-Debüt abgeliefert und danach ausgiebig getourt. Nun ist es an der Zeit für Studioalbum Nummer zwei: „Great Lake State“.

Das Zweitwerk der drei (Wahl-)Bayern ist eines dieser typischen Alben, die zwangsläufig mehr oder weniger auf Tournee entstehen ist, weil es der Erfolg und die Verpflichtungen des Debüts erforderten. Da bleiben nur wenige Möglichkeiten, möchte man innerhalb eines gewissen Zeitrahmens mit neuen Songs an den Start gehen. Doch während „Farewell To Fate“ noch in einer kleinen Berghütte aufgenommen wurde, ist „Great Lake State“ das poppig-opulente Gegenstück, das in den Münchner Telstar Studios (Phoenix, Sportfreunde Stiller, Arctic Monkeys, Spider Murphy Gang, Phonoboy) eingespielt wurde und sich auf die Spur von Of Monsters And Men macht.

Tracks wie „Phone call“, „When the rain set in“ oder auch „Turn the lights down low“ sprechen jedenfalls eine klare Sprache. Denn aus den ursprünglich rein spartanischen Arrangements entwachsen heuer auch schon mal Stücke, die sich ohne Probleme ins Pop-Radio verirren könnten. Dies sollte aber nur als Auflockerung angesehen werden. Die Young Chinese Dogs bleiben ihrem akustischen Folk-Pop-Prinzip nämlich auch auf „Great Lake State“ weitgehend treu, auch wenn das Endergebnis insgesamt wuchtiger klingt.

Fazit: Unterm Strich ist das vorliegende Zweitwerk der Young Chinese Dogs eine hörbare Weiterentwicklung, hin zu üppigeren, eingängigeren und poppigeren Songs, die ihres Folk-Backgrounds nicht beraubt werden. Damit öffnen sie das Korsett des Folk-Hypes und nutzen den neuen Spielraum für ein gelungenes Album, das allerdings auch noch Luft nach oben lässt. Der dritte Longplayer wird zeigen, was aus dieser Erkenntnis geworden ist.

Anspieltipps:

  • Devils cup
  • Phone call
  • Save the date
  • When the rain set in
Neue Kritiken im Genre „Folk-Pop“
Diskutiere über „Young Chinese Dogs“
comments powered by Disqus