Steven A. Clark - The Lonely Roller - Cover
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Steven A. Clark The Lonely Roller


  • Label: Secretly Canadian/CARGO
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Lonely Roller“ ist ein toller Song! Das Solo-Debüt des zurückhaltenden Musikers Steven A. Clark ist zwar purer Mainstream, aber trotzdem nicht aufdringlich geworden.

Der in North Carolina aufgewachsene und in Miami tätige Steven A. Clark veröffentlichte schon 2012 die Single „Lonely Roller”. Der Titel zeugte damals noch von Stevens HipHop-Ausrichtung und wurde jetzt für sein erstes Album überarbeitet. Das Lied ist eine perfekte Symbiose aus Dance- und Retro-Pop mit Soul. Er heizt zu Anfang die Vorfreude an, noch mehr solcher eingängigen und mitreißenden Ohrwürmer zu hören. Nach diesem gelungenen Einstieg besteht zusätzlich die berechtigte Hoffnung, dass der smarte R&B-Sänger die Nachfolge der Fine Young Cannibals antreten könnte. „Time Machine“, „She's In Love“ und „Can't Have“ haben auch einen ähnlich gedämpften, anlockenden Groove wie „Lonely Roller“ und gehen deshalb sofort ins Ohr.

Der seriöse, ausgleichende Gesang des Künstlers verzichtet weitestgehend auf heftige Gefühlsausbrüche und kommt den dramatischen, mit Pathos belegten Balladen „Trouble Baby“, „Bounty“, „Floral Print“ und „Part Two“ sehr entgegen, wobei die beiden letztgenannten Tracks doch eher zäh und jammervoll geraten sind. „Not You“ ist ein gemäßigter Schmuse-Dance-Pop und „Young, Wild, Free“ vielleicht eine Steilvorlage für die „Fuck Me I`m Famous“-Zusammenstellungen von David Guetta.

Durch die überwiegend unaufdringlichen Arrangements wirkt die Musik häufig unspektakulär. Tendenziell schielt Steven aber trotzdem nach möglichen Chart-Positionierungen und deshalb ist ihm daran gelegen, dass die Tracks schon beim ersten Hören vertraut klingen. Dies gelingt und lässt die Songs oft als größtmögliche Annäherung an den Mainstream erscheinen.

Anspieltipps:

  • Lonely Roller
  • Time Machine
  • She's In Love
  • Can't Have

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