Starsailor - Good Souls: The Greatest Hits - Cover
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Starsailor Good Souls: The Greatest Hits


  • Label: Parlophone/WEA
  • Laufzeit: 78 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Erst die Live-Reunion im vergangenen Jahr, nun zwei neue Songs und 16 Greatest Hits im Paket. Da bahnt sich was an. Mit Starsailor ist wohl wieder zu rechnen.

Die britische Band Starsailor gehört zu den Nachgeburten des großen BritPop-Hypes der 90er Jahre. Die Mannen um Sänger und Gitarrist James Walsh legten zwischen 2001 und 2009 vier Alben vor, die sich traditionell in Großbritannien am besten verkauften. Dennoch erspielte sich das Quartett auch international einen guten Ruf und gefiel insbesondere als Live-Band. Nach dem bis dato letzten Album „All The Plans“ (03/2009) legten Starsailor dann eine längere Pause ein, die im vergangenen Jahr mit einem Auftritt auf dem „Isle of Wight“-Festival beendet wurde. Seitdem haben sich James Walsh, James Stelfox (Bass), Ben Byrne (Drums) und Barry Westhead (Keyboards) als Live-Band frisch positioniert und in Vorbereitung der nächsten Tour zwei brandneue Songs eingespielt, die jetzt als die Zugpferde der Greatest-Hits-Sammlung „Good Souls“ erscheinen.

„Good Souls“ ist eine umfassende Reise durch die Alben „Love Is Here“ (2001), „Silence Is Easy“ (2003), „On The Outside“ (2005) und natürlich „All The Plans” (2009), aus denen Starsailor in Großbritannien zehn Top-40-Hits generieren konnten. Damit haben die Jungs aus Wigan fast alle ihrer Singles in den Top 40 platzieren können, was den Status der Band im heimischen England gut widerspiegelt. Und in der nun vorliegenden kompakten Form als Compilation-Album zeigt sich zudem, dass Starsailor in ihren Kompositionen eine eigene Handschrift besitzen, in der James Walsh‘ pathosgetränkter Gesang mit Hang zum Falsett klar im Zentrum steht.

Der Rest der Band platziert sich mit seinen Instrumenten zumeist so im Klangbild, dass er nicht weiter stört, womit ein wenig eingegrenzt werden kann, warum Starsailor nie vollständig durch die Decke gegangen sind. Sie haben fraglos tolle Singles produziert und mit ihren ersten beiden Alben zwei atmosphärisch dichte Bestandsaufnahmen des BritPop vorgelegt. Danach verwässerte der Starsailor-Sound ein wenig, was die Band mit anderen Mitteln nicht kontern konnte. Denn James Walsh und Co. gehörten nie wie zum Beispiel Oasis zu den Lautsprechern der britischen Popszene, die ein schwaches Album mit einer großen Schnauze schön redeten.

Streckenweise wirkt es so, als hätten einige Songs von Starsailor im Laufe der Jahre ein bisschen Staub angesetzt, zumal auch die beiden neuen Tracks, das rockige „Give up the ghost“ und die Ballade „Hold on“, nicht aus dem bekannten Schema ausbrechen und wie Session-Überbleibsel aus den Nullerjahren klingen, womit für die vier Briten auch weiterhin gilt: Eine gute bis sehr gute Band, aber nie absolut überragend.

Anspieltipps:

  • Lullaby
  • Alcoholic
  • Good souls
  • Keep us together
  • Four to the floor
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