The Corrs - White Light - Cover
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The Corrs White Light


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 48 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Comeback der Corrs nach zehn Jahren Pause enttäuscht auf ganzer Linie.

Lange waren The Corrs, die Familien-Folk-Pop-Gruppe aus Irland, weg vom Fenster, sprich: Entweder im Ruhestand befindlich oder auf Solopfaden unterwegs. Doch nun haben sich Andrea (Gesang), Sharon (Violine, Gesang), Caroline (Schlagzeug, Piano, Gesang) und Jim (Akkordeon, Gitarre, Piano, Gesang) wieder zusammengeschlossen und nach zehn Jahren Pause im vereinigten Königreich ihr neues Album „White Light” (11/2015) auf den Markt gebracht.

In Deutschland wurde die Veröffentlichung dagegen, warum auch immer, auf Mitte Februar 2016 verschoben. Eine Praxis, die in Zeiten des Internets und der globalen Verfügbarkeit völlig schwachsinnig geworden ist. Denn welcher Fan wartet ohne Not monatelang auf eine Platte, die anderswo längst erschienen ist? Zumal man sich ja inzwischen darauf geeinigt hat, neue Platten weltweit immer freitags zu veröffentlichen. Aber bitte an ein und demselben. Das muss die gewohnt verpeilte Plattenindustrie noch lernen. Sei’s drum. Nun liegt „White Light“ auch offiziell bei uns vor – und wir dürfen darüber sprechen.

„White Light“ entstand in verschiedenen Studios in und um London, dem Wohnort von Andrea Corr. Als Produzent wurde Allzweckwaffe John Shanks (Bon Jovi, Miley Cyrus, Take That, Van Halen, Sheryl Crow) verpflichtet, der dem Mainstream-Sound wie kein Zweiter verpflichtet ist. Damit dürfte bereits im Vorfeld klar sein, dass The Corrs nicht unbedingt zurück zu ihren Folk-Wurzeln gehen wollten. Das Dutzend Songs des Albums bestätigt dies mit Nachdruck. Was geblieben ist, sind die bekannten Harmonien und die einschmeichelnden Stimmen. Neu ist dagegen der kompromisslose Hang zum platten Mainstream-Pop, der den ursprünglichen Sound der Corrs fast vollständig aussperrt.

Als Ergebnis dieser vermeintlichen Frischzellenkur liegen nun stampfende Beats und belanglose, aber radiofreundliche Melodien wie in „Bring on the night“ oder auch „Unconditional“ vor. Diese werden mit zu 100% keimfreien („Strange romance“) und leider strunzlangweiligen Balladen vermengt („Ellis island“), die für ein Comeback nach einer so langen Pause einfach nicht genügend Durchschlagskraft haben. Eine echte Enttäuschung!

Anspieltipps:

  • Kiss of life
  • Gerry’s reel
  • With me stay
  • Bring on the night

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