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Outloud Destination: Overdrive


  • Label: Roar Records/H'ART
  • Laufzeit: 42 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Drei Studioalben, eine EP, eine Best-of und viele dicke rote Kerzen (in der Weihnachtszeit).

Es herbstelt ohne Ende und wenn es herbstelt, so weiß man ja, ist der Winter nicht weit. Und wenn der Winter nicht weit ist, dann kommt auch bald motherfuckin' Weihnachten! Jetzt läuten bei gleich mehreren Personen die Alarmglocken. Zuerst wären da Labels, Managements oder direkt Künstler und Bands, welche die schnelle Mark machen wollen und flugs einen Tonträger raushauen. Das kann eine Special Edition eines aktuellen Albums (mit Bonustracks) sein oder direkt und ganz klassisch eine Best-of-Kompilation, damit Oma und Opa zugreifen, wenn der Enkel ein Geschenk braucht. Aber mal im Ernst: Welche Oma kauft eine Best-of von den Griechen Outloud? Welcher Enkel hört sie bitte (und hat noch nicht die Studioalben zu Hause) und was sind in der Zeit von Spotify denn bitteschön CDs? Okay, kurz zurück zu den Menschen, bei denen die Alarmglocken läuten, wenn Weihnachten naht: Fans fühlen sich latent verarscht, sind zum Teil aber gezwungen, sich eine Best-of zu kaufen, damit die Diskographie keine Lücken hat.

Bei Outloud ist es nun mal so, dass die griechischen Hardrocker gerade mal drei Alben und eine EP aufgenommen haben. Klar kann man jetzt eine Best-of auf dem Markt werfen. Es ist halt Weihnachten. Man kann, sollte es aber nicht. Naja, eine Ausnahme ist, wenn man als Band etwas akustisch oder mit Orchester oder wasauchimmer aufnimmt und daraus eine Best-Of macht. Haben es Outloud gemacht? Nein. Finden sich 14 bereits von den Alben „We'll Rock You To Hell And Back Again“ (2009), „Love Catastrophe“ (2011) und „Let's Get Serious“ (2014) bekannte Songs auf „Destination: Overdrive“? Ja, aber sicher! Sind die Songs irgendwie von Fans gewählt worden oder wurde sonst irgendwas Interaktives veranstaltet? Ach, Leute, vergessen wir das einfach...!

Qualitativ soll jetzt auch gar kein Urteil gefällt werden. Outloud sind nicht umsonst die am meisten auf YouTube aufgerufene griechische Band und der Big Player, wenn es um griechischen Hardrock geht. Es ist einfach nur schade, dass die Jungs so früh dran sind. Klar, drei Alben sind nicht wenig, aber eben auch noch lange nicht viel. Gerade dass es sich hier um einen Act handelt, den man vordergründig mit „ehrlicher Musik“ assoziieren würde, der eben nicht zur Garde der Weihnachts-Kompilations-Abzocker gehört, macht die ganze Sache so traurig. Fans müssen das Ding natürlich irgendwie doch haben und wer Outloud kennen lernen will, darf sich „Destination: Overdrive“ gönnen - auch wenn es hier ums Prinzip geht und sich Interessierte wohl eher direkt ein Studioalbum kaufen. Deshalb bleibt nur die große, allumfassende Frage: Warum (jetzt)?

Anspieltipps:

  • I'm So Excited
  • Isolation Game
  • Falling Rain
  • A While To Go

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