Odeville - Phoenix - Cover
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Odeville Phoenix


  • Label: Rent A Record Company
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wir mischen Jupiter Jones, Von Brücken, Beatsteaks, Adel Tawil sowie Revolverheld und erhalten: Odeville!

Die Band Odeville stammt aus Hamburg und ist inzwischen seit zehn Jahren zusammen. Mit „Phoenix“ legen Hauke Horeis (Gesang), Tim Sinclair (Bass), David Bergert (Gitarre), Sascha Gotthard (Drums) und Martin Dörr (Keyboards) ihr mittlerweile viertes Album vor, wobei es sich bei „Phoenix“ um das dritte deutschsprachige Werk handelt, nachdem das 2009er Longplay-Debüt „I Am Tourist“ noch in englischer Sprache eingesungen wurde.

„Phoenix“ wurde von Arne Neurand (Donots, Guano Apes, Revolverheld, Subway To Sally) produziert, der den Odeville-Sound hörbar auf eine höhere Stufe gehoben und zu einem ernstzunehmenden Thema für die deutsche Pop- und Rockszene gemacht hat. Denn Odeville schaffen es mit einer Mischung aus rockigen Nummern („Feuertaufe“, „Kinder der Stadt“) und jeder Menge Pathos-Pop („Lichtblick“, „Mutiges Herz“, „Leuchtreklamenpoesie“) in die Fußstapfen von Bands wie Jupiter Jones, Von Brücken, gemäßigten Beatsteaks und allen voran Revolverheld zu treten.

Insbesondere letztgenannte Kollegen, ebenfalls aus Hamburg, haben auf den „Phoenix“-Sound stark abgefärbt. Hymnische Titel wie „Die Letzte deiner Art“ und „Kinder der Stadt“ erinnern bei den Harmoniefolgen jedenfalls immer wieder an Revolverheld. Wer Lust hat, kann ja mal den Revolverheld-Hit „Freunde bleiben“ mit Odevilles „Kinder der Stadt“ vergleichen. Die Nähe ist unverkennbar und nicht das einzige Déjà-vu auf diesem Album. So scheint ein Stück wie „Lichtblick“ von Adel Tawil beeinflusst zu sein, während „Irgendwo im Nirgendwo“ einen guten Schluck aus der Jupiter-Jones-Pulle genommen hat.

Auf diese Weise haben Odeville ein mehr als solides Album geschaffen, das das Talent und die Ambitionen der Band deutlich macht. Es zeichnen sich ein paar kleine Hits ab und dass die Band nach zehn Jahren den Bogen raushat, wie eine größere Öffentlichkeit erreicht werden kann. Der Eindruck, dass sie sich dazu künstlerisch verbiegen musste, kommt nicht auf, auch wenn einige Inspirationsquellen deutlich herauszuhören sind. So kann es also weitergehen und demnächst auch in den Charts klappen.

Anspieltipps:

  • Phoenix
  • Feuertaufe
  • Kinder der Stadt
  • Bis es Morgen wird
  • Die Letzte deiner Art
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