Fall Out Boy - Make America Psycho Again - Cover
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Fall Out Boy Make America Psycho Again


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

„American Beauty / American Psycho“ in der HipHop- und Rap-Remix-Falle.

Mit dem im Januar dieses Jahres auf den Markt gebrachten sechsten Studioalbum „American Beauty / American Psycho“, schafften es Fall Out Boy zum dritten Mal in ihrer Karriere, den ersten Platz der US Top 200 Billboard Charts zu erobern. Damit untermauerten sie ihr im Jahr 2013 gefeiertes Comeback mit dem ebenfalls auf Platz eins gecharteten „Save Rock And Roll“-Album. Da bei den Verkaufszahlen von „American Beauty / American Psycho“ allerdings noch etwas Luft nach oben ist und die Band um Pete Wentz und Patrick Stump um keine noch so verrückte Idee verlegen ist, hat das Werk nun einen neuen Anstrich erhalten – und zwar optisch wie musikalisch.

Hinter dem jetzt blutrot eingefärbten Cover verbirgt sich ein komplettes Remix-Album, das die Songs des Originals in Zusammenarbeit mit HipHop- und Rap-Kollegen wie A$AP Ferg, Joey Bada$$, Wiz Khalifa und Azealia Banks (um nur ein paar zu nennen) aus dem ursprünglichen Rock/Pop-Content herausholt und in ein fett pumpendes Bass-Korsett steckt. Mit dieser Aktion dürften alle Fall-Out-Boy-Hater gleich doppelt auf den Plan gerufen werden. Nicht nur, dass sich die Chicagoer dem Mainstream angebiedert haben, jetzt machen sie auch noch mit einer Horde dekadenter Rapper gemeinsame Sache. Sich darüber aufzuregen lohnt sich allerdings nicht!

Denn grundsätzlich muss man wohl alles, was Fall Out Boy anfassen, als große Gaudi verstehen. Die Jungs wollen ein bisschen spielen, aber ganz gewiss nicht beißen. Hier bleibt die Hand beim Streicheln dran. Alles easy! Deshalb ist „Make America Psycho Again“ in der Tat eine ganz nette Idee, die zumindest anfänglich funktioniert. Denn so wie in den 90er Jahren jemand auf die Idee gekommen ist, in herkömmlichen Popsongs Rap-Parts einzubauen, so gab es auch hier ein paar Sprechgesangszeilen zu verteilen, die von den oben genannten Stargästen brav heruntergebetet werden.

Dazu werden – wie gesagt – ein paar fette Beat-Gerüste um die Songs geschlungen, die dadurch einen anderen Charakter erhalten, aber eines auch im Remix nicht kaschieren können: „American Beauty / American Psycho“ und damit nun auch „Make America Psycho Again“ haben ein paar nette Hits wie „Centuries“ und „Immortals“ im Gepäck, die sowohl als Rocksong wie auch als HipHop-Track funktionieren. Danach wird die künstlerische Luft allerdings extrem dünn und es bleibt kaum mehr als Durchschnitt übrig.

Anspieltipps:

  • Centuries
  • Immortals
  • Uma Thurman
  • American beauty / american psycho
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