Train - Christmas In Tahoe - Cover
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Train Christmas In Tahoe


  • Label: Sunken Forest/Rough Trade
  • Laufzeit: 43 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Yes, it's christmas once again. Auch Train reihen sich in diesem Jahr in die Liste der Weihnachtsalben-Täter ein und geizen dabei nicht mit Zuckerwatte und Pathos.

Schon im Mai dieses Jahres sickerte durch, dass die Band Train um Mastermind Patrick Monahan ein Weihnachtsalbum aufnehmen würde. Nach zehn Millionen verkauften Alben und 30 Millionen an die Frau und an den Mann gebrachten Singles kann man das schon mal machen und sich damit Dutzenden Kolleginnen und Kollegen anschließen, die Train damit voraus sind. Was „Christmas in Tahoe“ allerdings von seinen vielen Vorgängern unterscheidet: Das Album soll, egal ob digital oder physisch, ausschließlich über den Online-Händler Amazon erhältlich sein. Die Freunde des „Record Store Days“ bekommen bei dieser Nachricht bestimmt ganz rote Ohren.

Train reihen sich mit „Christmas In Tahoe“ auf gewohnt klassische Weise in die Liste der Pop- und Rock-Weihnachtsalben ein. Dazu haben die Kalifornier auf Experimente verzichtet und den Songs lediglich ein wenig ihren typischen Sound übergestülpt. In dieser Verpackung gibt es ein paar Christmas-Standards wie „O holy night“ und „Have yourself a merry little christmas“ sowie diverse zum Thema passende Coververstücke wie „This christmas“ (Donny Hathaway), „Christmas must be tonight“ (The Band), „The river“ (Joni Mitchell), „What christmas means to me“ (Stevie Wonder) oder auch „Merry christmas everybody“ (Slade) zu hören.

Dazu packen Train mit „Christmas island“, „Shake up christmas“ und „Wait for Mary, christmas“ ein paar Eigengewächse aus – und fertig ist ein typisches Weihnachtsalbum aus der Pop- und Rock-Ecke, allerdings mit einer besonders süßlichen Note, für die die Jungs von Train mit ihren Radio-Dauerbrennern mittlerweile berüchtigt sind. Denn was andere Acts inzwischen unter den Tisch fallen lassen, ist bei Patrick Monahan und Co. dagegen Pflichtprogramm: Süßholz raspelnde Streicher („Have yourself a merry little christmas“), der ho, ho, ho! rufende Weihnachtsmann („Christmas island“) und am Schlitten klingelnde Glöckchen („Merry christmas everybody“). Kein Klischee ist hier sicher.

Obwohl sich die meisten Songs auf Weihnachtsalben wiederholen, fallen die Ergebnisse von Künstler zu Künstler zum Teil mit erheblichen Unterschieden aus. Und manchmal ist gar nicht so genau zu erklären, warum. „Christmas In Tahoe“ gehört jedenfalls zu der Sorte von Weihnachtsalben, die nicht so richtig funktionieren wollen. Vielleicht liegt das daran, dass Train einfach zu dick auftragen, zu viel Pathos in die Songs legen und Patrick Monahan mit seinem Organ keine weihnachtliche Stimmung verbreitet, sondern sich mehr einem Lamentieren hingibt, das er vermutlich für besonders stimmungsvoll hält.

Anspieltipps:

  • The river
  • 2000 miles
  • Merry christmas everybody
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