Cage The Elephant - Tell Me I´m Pretty - Cover
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Cage The Elephant Tell Me I´m Pretty


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Cage The Elephant haben sich dieses Mal mehr zugetraut.

Trotz, dass Cage The Elephant mit „Tell Me I’m Pretty“ bereits ihr viertes Album veröffentlichen, wurde ihnen bisher kaum Aufmerksamkeit zuteil. Dabei haben sie im Jahr 2011 mit „Shake Me Down“ einen Hit geschrieben, der vieles hätte ändern können. Denn zumindest im Radio wurde das Lied rauf und runter gespielt. Der Bandname kam in diesem Rahmen jedoch nie so richtig zum Vorschein und verblasste zusammen mit dem Lied selbst, als dieses aus den Radioplaylisten verschwand. Das Lied werden heute noch viele kennen, die dazugehörige Band wahrscheinlich nicht. Ist ja auch ein ungewöhnlicher Name, der nicht so einfach zu merken ist. Schade dabei ist, dass somit vielen eine ganze Reihe an gleichwertigen Liedern unbekannt bleibt. „Shake Me Down“ ist nämlich nur eines von vielen großartigen Liedern der Band. Auch mit dem neuen Album fügt die Band neue Lieder zu diesem Repertoire hinzu.

Denn in ihrem eigenen Genre kenne sich die Schotten bestens aus und geben sich auch keine Mühe, das verdeckt zu halten. Die Melodie von „Halo“ beispielsweise könnte Eins zu Eins vom Debüt der Arctic Monkeys („Whatever People Say I Am - That’s What I’m Not“, 2006) stammen. Auch für „Teeth“, mit seinem markanten Schlagzeugspiel, wurde sich bei den Monkeys Anregung geholt und gleichzeitig mit Pixies’ „Hey“ vermischt. Mit „Take It Or Leave It“ bedienen sie sich eines Liedtitels bei The Strokes und nehmen mal eben deren Sound vorweg, den diese erst mit ihrem fünften Album auf „Comedown Mashine“ gespielt haben. Durch ihren Sound machen sie aber jedes Lied zu ihrem eigenen. Ohnehin ist der sehr eingängige Sound, der an die von Danger Mouse produzierte Platte „Evil Friends“ von Portugal. The Man erinnert, der Trumpf der Band.

„Tell Me I’m Pretty“ verfährt zwar nicht grundlegend anders. Die Kreuzung aller möglichen Einflüsse macht der Band auch auf diesem Album wieder hörbar Spaß. Saiten der 60er- und 80er-Jahre werden angeschlagen („Sweetie Little Jean“ bzw. „Cold Cold Cold“), Fuzz-Gitarren drängen sich in den Vordergrund, weichen, wenn notwendig, dem Gesang oder vermischen sich mit anderen Instrumenten. Und doch klingen Cage The Elephant plötzlich anderes, vielleicht auch weil mit Lincoln Parish vor Produktionsbeginn ein Gitarrist die Band verließ. Alles ist zurückgefahrener und weniger energisch, auch die Stimme von Sänger Matt Schultz (man höre sich im Vergleich Mal „Aberdeen“ vom 2011er Album „Thank You – Happy Birthday“ an). „Sweetie Little Jean“, „Mess Around“ und „Cold Cold Cold“ nehmen den Weg der Vorgänger noch am ehesten auf. Andere Stücke, wie das ruhige „How Are You True“, gehen neue Wege. Noch andere wiederum können sich zwischen beiden Wegen nicht entscheiden („That’s Right“, „Punichin’ Bag“), und spiegeln „Tell Me I’m Pretty“ ganz gut wider.

Anspieltipps:

  • Mess Around
  • Sweetie Little Jean
  • Cold Cold Cold
  • Trouble

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