Alex Mofa Gang - Die Reise Zum Mittelmaß Der Erde - Cover
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Alex Mofa Gang Die Reise Zum Mittelmaß Der Erde


  • Label: People Like You Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Debüt-Longplayer der jungen Berliner Band ist zwar kein Quantensprung in Sachen Deutsch-Rock, aber ein Album, das durchaus Spaß macht.

Mit der Alex Mofa Gang bringt eine junge Berliner Band ihren Debüt-Longplayer „Die Reise zum Mittelmaß der Erde“ an den Start, auf dem Songs zwischen Punk- und Indie-Rock mit deutschen Texten zu hören sind, die sich trauen, Keyboardklänge einzusetzen und damit nicht auf Anhieb in die bereitwillig offenstehende Beatsteaks-Schublade gesteckt werden können. Das ist grundsätzlich schon mal gut, doch ein paar Anhaltspunkte als stilistische Koordinaten wären dennoch nicht schlecht, um das Publikum ins Boot zu holen. Der Pressezettel zu „Die Reise zum Mittelmaß der Erde“ verkneift sich solche Vergleiche, was eine absolute Seltenheit ist. Also müssen wir wohl selber ran.

Die fiktive Geschichte um einen gewissen Alex Mofa und seine Gang, die auf „Die Reise zum Mittelmaß der Erde“ erzählt wird, lässt sich musikalisch irgendwo zwischen Adam Angst, Kraftklub und Jupiter Jones verorten. Der Sound ist durchaus poppig und um Eingängigkeit bemüht, aber für das tägliche Radioprogramm dann doch einen Tick zu laut und fordernd. In diesen Momenten können Alex Mofa Gang ihre Punk-Wurzeln nicht verheimlichen, was sie grundsätzlich sympathisch macht. Überhaupt ist dieses Konstrukt aus Konzeptalbum, leicht bescheuertem Bandnamen und dem Wortspiel im Albumtitel irgendwie niedlich.

Wobei: Darf man niedlich sein, wenn man auf dem Kultlabel People Like You Records erscheint? Sascha Hörold (Texte, Gesang, Gitarre), Thomas Kosslick (Gitarre), Gregor Hörold (Bass), Michael Breuninger (Drums) und Matthias Vogel (Keyboards) dürfen! Schließlich haben die Berliner durchaus ein paar forsch abgehende Stücke wie den cool mit „1, 2, 3, 4“ eingezählten Opener „Nimm die Beine in die Hand“ oder auch „Unser Haus“ in petto. Dazu kommt das Geschick, den Songs kultverdächtige Titel wie „Paris! Berlin! Schwerin!“ zu verpassen oder ganz einfach mal sentimental auf die Tränendrüse zu drücken („Bleibst du“).

Ein Quantensprung in Sachen Deutsch-Rock ist „Die Reise zum Mittelmaß der Erde“ damit zwar nicht geworden, aber ein Album, das durchaus Spaß macht – live wohl noch mehr als aus der Konserve. Das ergibt unterm Strich ein mehr als solides Debüt, auf dem sich aufbauen lässt.

Anspieltipps:

  • Bleibst du
  • Viel zu viel
  • Unser Haus
  • Nimm die Beine in die Hand
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