Mike Oldfield - Discovery (Deluxe Edition) - Cover
Große Ansicht

Mike Oldfield Discovery (Deluxe Edition)


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 120 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein luftig-leichtes Werk aus den 80er Jahren, das nun digital aufgefrischt und ergänzt um B-Seiten, Maxi-Versionen sowie eine DVD erneut vorgelegt wird.

Für die einen ist Mike Oldfields Oeuvre der 70er Jahre das Beste, was der Engländer in seiner Karriere jemals komponiert hat. Stichworte: „Tubular Bells“ (05/1973) und „Ommadawn“ (10/1975). Es gibt aber auch nicht wenige Hörer, die Oldfields betont poppiges Schaffen in den 80er Jahren bevorzugen und Hitsingles wie „To France“, „Moonlight shadow“ und „Shadow on the wall“ bis heute abfeiern, während die Fans der Frühwerke erst Mitte der 90er Jahre wieder auf Mike Oldfield aufmerksam wurden. Die Relevanz und den Status aus seiner Anfangszeit konnte der 62-Jährige allerdings bis heute nicht mehr zurückgewinnen.

Dessen ungeachtet erfreut sich die seit Jahren etablierte Re-Release-Reihe von Mike Oldfields Backkatalog bei allen Fans großer Beliebtheit. Denn auf diese Weise lassen sich nicht nur Lücken in der Sammlung schließen, die einzelnen Werke erhalten durch die Wiederaufbereitung auch einen Mehrwert in Form digital restaurierter Aufnahmen, seltener B-Seiten und Bonus Tracks sowie DVD-Beilagen mit Videos und „5.1 Surround Sound“-Fassungen ausgewählter Songs. In diesem munteren Re-Issue-Spielchen steht nun das 1984er Album „Discovery“ an, das von der europaweiten Hitsingle „To France“ angeführt wird.

Zur Zeit der Aufnahmen lebte Mike Oldfield hauptsächlich aus steuerlichen Gründen in den Schweizer Bergen in dem Kurort Villars-sur-Ollon. Er hatte im Jahr 1983 das Hit-Album „Crisis“ vorgelegt, das mit besagten „Moonlight shadow“ und „Shadow on the wall“ zwei Chartbreaker hervorbrachte. Davon wollte Oldfields Plattenfirma nun noch mehr haben. Und der Engländer lieferte tatsächlich ein eingängiges Album ab, das mit seinen markanten Gitarrenklängen und den weiblichen Gesangsparts von Maggie Reilly im damaligen musikalischen Umfeld offene Türen einrannte.

Die männlichen Gesangsparts übernahm Barry Palmer, der sogar mit Maggie Reilly im Duett sang, obwohl sich die beiden niemals im Studio begegnet waren. Mike Oldfield wusste eben schon vor mehr als 30 Jahren, wie man effektiv an einem Album arbeitet. Und das Ergebnis ist ein luftig-leichtes Werk, das nun digital aufgefrischt und ergänzt um B-Seiten, Maxi-Versionen sowie eine DVD erneut vorgelegt wird. Dazu gestaltete Mike Oldfield für die Bonus-CD die „The 1984 Suite“ mit Songs von „Discovery“ sowie des im selben Jahr erschienenen „Killing Fields“-Soundtracks. Eine nette Idee, auch wenn beide Werke nichts miteinander zu tun haben.

Anspieltipps:

  • To France
  • Poison arrows
  • Crystal gazing
  • Saved by a bell
Neue Kritiken im Genre „Pop“
6/10

Jellies
  • 2018    
Diskutiere über „Mike Oldfield“
comments powered by Disqus