Black Stone Cherry - Kentucky - Cover
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Black Stone Cherry Kentucky


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 53 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Kentucky“ beginnt äußerst stark, lässt aber genauso stark nach.

Zurück zu ihren Wurzeln wollen Black Stone Cherry mit ihrem neuen Album „Kentucky“. Deshalb haben sie es nicht nur nach ihrem Heimatstaat benannt, sondern auch dort aufgenommen, in dem 2007 ihr imposantes selbstbetiteltes Debüt „Black Stone Cherry“ entstand, in den Barrick Studios nahe ihrer Heimatstadt Edmonton. Ebenso stammen alle Gastmusiker aus Kentucky, was dem Einstand auf dem neuen Label weitere Bodenständigkeit und Authentizität verleihen soll.

Die in Eigenregie produzierte Platte beginnt furios. Harte Riffs, hartes Schlagzeug und trotzdem eingängige Melodien bestimmen zunächst das Bild von „Kentucky“. Dabei werden die Einflüsse der Südstaatler mehr als deutlich. Pantera treffen auf die härteren Songs von Creed oder frühen Nickelback, wie in „The Way Of The Future“ und „In Our Dreams“. „Shakin‘ My Cage“ macht dann die Vorliebe von Sänger Chris Robertson für Eddie Vedder deutlich, während „Soul Machine“ mit Bläsern und starkem Backgroundchor aufwarten kann und an Südstaatenrocker wie Lynyrd Skynyrd oder ZZ Top erinnert. Ein starkes Auftaktdrittel, das komplett überzeugt.

Danach kommt allerdings erstmal die Ernüchterung. „Long Ride“ ist eine langweilige Powerballade über die negativen Seiten des Tourlebens, und das Cover des Edwin Starr-Klassikers „War“ zeugt auch nicht gerade von Innovationsgeist. Danach geht es zwar wieder härter weiter, die anfängliche Euphorie und Spielfreude will sich allerdings nicht wieder einstellen. „Hangman“ klingt undurchdacht, das Riff von „Cheaper To Drink Alone“ nervt spätestens beim zweiten Durchlauf. Wenigstens kann man den Text mit einem Augenzwinkern betrachten.

Danach wird es nochmal richtig heavy. Der fast kitschige Refrain von „Rescue Me“ will dann aber so gar nicht zum Rest des Songs passen. Leider bleibt es so beim Rest des Albums. Gitarrist Ben Wells schüttelt noch einige coole Riffs aus dem Ärmel, Songs wie „Feelin‘ Fuzzy“, „Darkest Secret“ und „Born To Die“ haben alle gute Ansätze, fehlt es jedoch an Durchschlagskraft. „The Rambler“ zeigt dann nochmal, dass Black Stone Cherry auch Balladen schreiben können - wenn sie wollen.

Fans werden sicherlich nicht enttäuscht werden, allerdings wird schon sehr deutlich, dass sich einige Füller auf dieses Album geschlichen haben. Nach dem sehr starken Anfangsvierer kommt leider durch die beiden Totalausfälle „Long Ride“ und „War“ der Knick, den die Band nicht mehr umbiegen kann. Vielleicht wäre auch der Gesamteindruck mit einem oder zwei Songs weniger besser gewesen.

Anspieltipps:

  • The Way Of The Future
  • In Our Dreams
  • Shakin’ My Cage
  • Soul Machine

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