ASP - Verfallen Folge 2: Fassaden - Cover
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ASP Verfallen Folge 2: Fassaden


  • Label: Trisol/SOULFOOD
  • Laufzeit: 79 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Teil zwei der opulenten Horrorgeschichte, die ASP auf typische Art und Weise vertont haben.

Etwas mehr als fünf Monate nach der Veröffentlichung des ersten Teils der musikalischen Grusel- und Horrorgeschichte „Verfallen“, legen die Dark-Elektro-Gothic-Rocker ASP um Gründer, Mastermind und Namensgeber Alexander Spreng das große Finale vor. Für Quereinsteiger sei noch einmal gesagt, dass die Geschichte von „Verfallen“ im und um das Hotel Astoria in Leipzig spielt. Im Zentrum der Geschichte steht ein Protagonist namens Paul, den es im Jahr 1919 von Berlin nach Leipzig verschlägt, um dort einen Neuanfang zu wagen.

Den Verlauf dieser Geschichte muss sich der geneigte Konsument wie ein musikalisches Hörbuch vorstellen, das inhaltlich unheimlich Komplex einen Spannungsbogen aufbaut, dem der Hörer konzentriert folgen sollte. Ansonsten wird es schwer, die düstere Story mit allen ihren Facetten zu verstehen. Für den Sammler ist wichtig: Auch Teil zwei von „Verfallen“ erscheint wieder in einer hochwertigen limitierten Auflage, die erneut in Form eines großformatigen Hardcover-Buchs daherkommt, das die Geschichte mit Bildern, zusätzlichen Texten und einer Bonus-CD anreichert, auf der sich diesmal ein Live-Mitschnitt vom letztjährigen „Mera Luna“-Festival befindet.

Musikalisch progressiv und doch sehr melodisch wird die Geschichte weitererzählt. ASP kreieren verschiedene Stimmungen und verpacken die subtil-morbiden Geschehnisse in von unterschiedlichen Stilarten inspirierte Stücke. So wird der Hörer in knapp 80 Minuten mit Neuer Deutscher Härte („Hinter den Flammen“, „Köder“), akustischen Balladen („Zwischentöne: Höhepunkt“, „Zwischentöne: Abfall“) und Mittelalter-Rock („Das Kollektiv“) durch die Story geführt, die mit viel Pathos daherkommt, aber nicht kitschig wirkt. Damit ist der „Verfallen“-Zyklus eines der bemerkenswertesten Musik-Projekte in der deutschen Rock-Landschaft, das ausnahmslos als gelungen bezeichnet werden muss.

Anspieltipps:

  • Unwesentreiben
  • SouveniReprise
  • Ich lösche dein Licht
  • Hinter den Flammen
  • Ich bringe dir nichts mehr
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