Danko Jones - Live At Wacken - Cover
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Danko Jones Live At Wacken


  • Label: UDR/WEA
  • Laufzeit: 140 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Kurzweiliger Auftritt von Danko Jones, dem aber ein wirklicher Konzertbesuch vorzuziehen ist.

Mit „Live At Wacken“ legen Danko Jones ihre zweite Live-DVD nach „Sleep Is The Enemy - Live In Stockholm“ vor. Dieses Mal also ein Festivalauftritt. Die Vorteile dürften klar sein: Meistens wird das Konzert für TV-Ausstrahlungen oder Internet-Streams gefilmt, wodurch einiges an Kosten gespart wird. Der Nachteil ist allerdings, dass die Stimmung und das Feeling eines Danko-Jones-Konzerts in einem verschwitzten Club doch um einiges besser rüberkommen.

Vor allem die ersten drei Songs wirken durch ihre Kürze wie ein längeres Einspielen und auch das Publikum ist noch nicht so wirklich in Partystimmung. Das ändert sich erst mit dem groovenden Rocker „Forget My Name“, dem gleich eine Reihe Hits folgen. „Had Enough“, „First Date“, „Full Of Regret“ oder auch „Code Of The Road“. Ein Brecher nach dem anderen und mit so einer Songauswahl haben Danko Jones die Festivalbesucher schnell auf ihrer Seite, bis sie lautstark den Namen des Bandleaders skandieren. Selbstironie blickt durch, wenn er daraufhin sagt, dass ihn dies sehr freue. Und auch seine Mutter. Schon vorher zeigt er Humor mit seinen Ansagen, die er, laut Eigenaussage, speziell auf Wacken ausgerichtet hat. Sein Tipp: Da sich die meisten der Songs um Sex oder Knutschen drehen, sollen sich die versammelten Metal-Fans doch einfach vorstellen, es mit einem Drachen zu treiben.

Die Festival-Besucher werden von Song zu Song enthusiastischer und das im Vergleich zur Studioversion etwas langsamere „Cadillac“, was dem Song im Übrigen sehr entgegenkommt, oder auch „Lovercall“ machen Freude. Klar ist, über die Setlist lässt sich streiten, doch Songs wie „The Rules“, der vor allem als Opener unpassend erscheint, oder den Rausschmeißer „Mountain“, hätten sich Danko Jones sparen und stattdessen den einen oder anderen groovigen Rocker mit ins Set holen können. Trotzdem kommen Danko Jones mit ihrem ganz eigenen Mix aus Punkrock, Hardrock, Metal und Alternative gut an und die Wacken-Fans bangen, tanzen, moshen und singen mit. Vor allem durch die Authentizität der Band und ein gewisses Augenzwinkern macht es Spaß, dieser zuzusehen.

Das Bonusmaterial fällt mit Audiokommentaren, einem rund 20-minütigem Interview, sowie einer Spoken-Word-Performance von Danko, mit nerdiger Brille und schickem Tweed-Sakko, insgesamt ordentlich aus. Bei letzterer philosophiert er hauptsächlich humorvoll über seine Kiss-Besessenheit und vor allem über seine Versuche, sich als ein gewisser The Dog-Schlagzeuger als Schlagzeuger seiner Helden zu empfehlen. Dazu kommen einige amüsante Verschwörungstheorien, die noch lange in Erinnerung bleiben.

Anspieltipps:

  • Forget My Name
  • Had Enough
  • First Date
  • Code Of The Road
  • Cadillac

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