RNDM - Ghost Riding - Cover
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RNDM Ghost Riding


  • Label: Caroline/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 43 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Supergroup, die die Erwartungen nicht wirklich erfüllen kann.

Eine Art Supergroup aus der Alternative-Szene Nordamerikas sind RNDM. Prominentester Mitstreiter dürfte sicherlich Bassist Jeff Ament, hauptberuflich bei den Grunge-Großmeistern Pearl Jam, sein. Aber auch Sänger Joseph Arthur hat sich als Singer/Songwriter und Mitglied von Fistful Of Mercy, einer weiteren Supergroup, einen Namen gemacht und Drummer Richard Stuverud bewegte sich schon immer im Dunstkreis einiger Seattle-Größen.

Mit „Ghost Riding“ folgt nach dem Debüt „Acts“ das neue Album des Trios und bietet einen Mix aus Alternative-Rock, elektronischen Spielereien, ein paar Blueslicks hier und dort, sowie ab und an Funkgitarren. Das liest sich erstmal gut und schürt natürlich Erwartungen. Diese können RNDM allerdings nicht voll und ganz erfüllen. Der Opener „Stumbling Down“ verbindet Rock und Elektronik und macht mit stampfendem Beat, dröhnendem, mit Flanger-Effekt versehenem Bass und Arthurs Stimme, die gelegentlich an Chris Cornell erinnert, eine gute Figur. In „Comfortable“ wird dann allerdings das Problem der Platte deutlich. Handwerklich ist das alles solide gemacht, jedoch sind vor allem die Hooklines nicht wirklich zwingend. So auch bei „Ghost Riding“ und „Got To Survive“, das vom Arrangement her überzeugt, durch die zu austauschbaren Gesangslinien aber nicht hängen bleibt.

Besser wird es bei „Stray“, welches von der Melodieführung und der Leadgitarre etwas an Bowies „Heroes“ erinnert. „Stronger Man“ kann mit bluesigen Licks am Anfang und einer Mischung aus Entspannung und Melancholie überzeugen, die Hitcharakter besitzt. Tanzbar gerät „NYC Freaks“, das wie auch schon „Got To Survive“ von groovenden Funkgitarren begleitet wird. „Kingdom In The Sky“ und „It’s Violence“ liefern ebenfalls gute Ansätze, plätschern letztlich aber doch eher so dahin. Die Abschlussballade „Dream Your Life Away“ kann dann nochmal überzeugen. Akustikgitarren vor Feedbackgitarren und abwechslungsreichem Beat, sowie gutes Zusammenspiel von Background- und Leadgesang wissen zu gefallen.

Somit bleibt ein Album, das durchaus ausbaufähig ist. Gute Ansätze sind hier und da zu erkennen, sogar ein paar richtig gute Songs haben sich eingeschlichen. Insgesamt ist das für eine Band mit solchem Potential und solchen Mitgliedern jedoch zu wenig. Es bleibt bei einem durchschnittlichen Album, bei dem zwei, drei Songs hängen bleiben, der Rest jedoch austauschbar ist.

Anspieltipps:

  • Stumbling Down
  • Stronger Man
  • Dream Your Life Away

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