Mavis Staples - Livin´ On A High Note - Cover
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Mavis Staples Livin´ On A High Note


  • Label: Anti Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein organischer Soul- und R&B-Reigen, der eine wohlige Wärme erzeugt.

Die amerikanische Soul/Blues/Gospel-Ikone Mavis Staples geht zwar stramm auf ihr 77. Lebensjahr zu, doch an Ruhestand verliert sie keinen Gedanken. So feierte erst im vergangenen Jahr der Dokumentationsfilm „Mavis!“ seine Premiere, flankiert durch die EP-Veröffentlichung „Your Good Fortune“ (05/2015). Kurz danach starteten bereits die Aufnahmen für ein neues Album, das in drei Sessions zwischen August und Oktober 2015 eingespielt wurde. Dieses lautet auf den Titel „Livin‘ On A High Note“, wurde von M. Ward (She & Him, Monsters Of Folk, Tired Pony) produziert und hat eine ganz besondere Hintergrundgeschichte zu bieten.

Mavis Staples und ihr Team beauftragten ein gutes Dutzend Songwriter, Lieder für ihr neues Album zu schreiben. Das erinnert ein wenig an die Zusammenarbeit von Johnny Cash mit Rick Rubin, nur, dass die Songs für Cash nicht erst geschrieben wurden. Für Mavis Staples griffen große Namen der Indie-Szene wie Benjamin Booker, Ben Harper, Justin Vernon (Bon Iver), Neko Case, Nick Cave, Aaron Livingston alias Son Little, Valerie June und Egbert Nathaniel Dawkins III alias Aloe Blacc zu Bleistift und Papier und komponierten zwölf fröhliche Stücke in Mavis Staples typischer Genreschiene.

Angefangen beim groovigen Opener „Take us back“, über das betont lässige „High note“, bis hin zum ausgelassenen „Don’t cry“, bieten Mavis Staples und ihre zahlreichen Songwriter einen betont organischen Soul- und R&B-Reigen, der unaufgeregt, gediegen und zurückhaltend eingespielt und produziert wurde. Dadurch erzeugen die Stücke eine wohlige Wärme, die auch auf Mavis Staples Stimme zurückzuführen ist. Diese erinnert zwar an Tina Turner, ist aber längst nicht so aufdringlich wie die der Kollegin. Darüber hinaus ist den Songs nicht anzuhören, aus welcher prominenten Feder sie stammen. Das trägt zu einer gewissen Neutralität bei, die dem Werk guttut.

Anspieltipps:

  • Don’t cry
  • Tomorrow
  • If it’s a light
  • History, now
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