K-X-P - K-X-P III (Part 2) - Cover
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K-X-P K-X-P III (Part 2)


  • Label: Svart Records/CARGO
  • Laufzeit: 42 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein jähes Ende für den bisherigen K-X-P-Hype.

Die Elektro-Rockband K-X-P aus Helsinki, Finnland, legt mit „III (Part 2)“ den zweiten Teil ihres dritten Longplayers vor. Darauf vertonen Timo „K“ Kaukolampi, Tuomo „P“ Puranan und die wechselnden Schlagzeuger Tomi „X“ Leppänen und Anssi „X“ Nykänen im zehnten Jahr ihres Bestehens Themen wie „Angst vor Krieg, Paranoia, Euphorie und düstere Sexualität“. Dazu liefern sie ein Bündel atmosphärischer Klangtapeten ab, die aus Samples, Synthesizern und Sequenzern, E-Gitarren, Drum-Computern und Geister-Stimmen zusammengebaut wurden und einen Mix aus Elektro-, Space-Rock und Techno ergeben.

Was auf „III (Part 1)“ noch als sensationelle Klangkulisse abgefeiert wurde, ist auf dem zweiten Teil plötzlich handzahm und steril geworden. Der Chill-out hat begonnen und der verrauchte Club leert sich. Dazu wabern Melodien wie in „Sub Goblin“ durch den Schuppen, die auch von den Herren Kalkbrenner, Fritze und Paule, sein könnten. Dabei haben K-X-P ihre Songs wie „Siren“ mit Worten wie „Eine dystopische Vision moderner Kriegsführung, bei der ein Drohnenpilot sein Opfer niemals kennenlernt“ umschrieben. Liest sich unheimlich düster, kann den angestrengt-verkopft wirkenden Tracks aber nicht abgekauft werden.

Kaum zu glauben, dass Teil eins und zwei zur selben Zeit aufgenommen wurden, denn die intensive Wirkung der nun hinterhergeschobenen sieben Songs bleibt im Vergleich zu „III (Part 1)“ fast völlig aus. Die Kompositionen sind überwiegend handzahm und vermitteln kaum die düsteren Gedanken, die hinter ihnen stecken. Ein jähes Ende für den bisherigen K-X-P-Hype.

Anspieltipps:

  • Winner
  • To believe
  • Transurantic heavy elements
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