Cyndi Lauper - Detour - Cover
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Cyndi Lauper Detour


  • Label: Sire/WEA
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach Swing, Jazz und Blues, folgt nun ein Cover-Konzeptalbum zum Thema Country.

Nicht ganz sechs Jahre nach „Memphis Blues“ (09/2010), einem Album, auf dem sich Cyndi Lauper, wie der Titel bereits andeutet, dem Blues gewidmet hatte, hat sich der 62-Jährige Popstar nun der Country-Musik angenommen und in Nashville ein Album mit einem Dutzend Genre-Klassikern aufgenommen. So langsam bekommt sie Übung darin. Denn schon auf „At Last“ (11/2003) hat sich die New Yorkerin mit Jazz- und Swing-Perlen der 50er Jahre befasst. Klassische Popmusik, so scheint es, hat bei Cyndi Lauper offenbar ausgedient.

Zusammen mit ausgesuchten Musikern der Stadt – denn wo, wenn nicht in Nashville, findet man bessere Session-Leute für das Country-Fach? – sowie einer insbesondere für den US-amerikanischen Markt Aufsehen erregenden Gästeschar, präsentiert Cyndi Lauper mit ihrer charakteristischen Stimme ein Bündel Songs, die mehr oder weniger zum festen Kulturgut Amerikas gehören. Also Stücke wie „Misty blue“, „Heartaches by the number“, „Night life“ oder auch „The end of the world“ – damit gibt es kein Vertun, auch wenn sie europäischen Hörern gewiss nicht immer ein Begriff sein dürften.

Cyndi Laupers Duettpartner sollten dagegen auch hierzulande keine Unbekannten sein und ihre gesangliche Strahlkraft auf „Detour“ übertragen können, wobei eine jodelnde Jewel Kilcher in „I want to be a cowboy’s sweetheart“ wohl nur Insidern und Jewel-Kennern auffallen dürfte. Allerdings sind dies dann wenigstens Momente, in denen das Album etwas an Fahrt aufnimmt. Denn für das nichtamerikanische Ohr kommen die Songs oft etwas schläfrig und in der Darbietung von Cyndi Lauper mitunter auch ein wenig überzogen und schrullig daher. Wie gut, dass als ausgleichende Pole Emmylou Harris, Willie Nelson, Alison Krauss und Vince Gill dabei sind.

Fazit: „Detour“ ist ein Album, das Spaß machen soll. Das ist den Songs auch anzuhören, selbst wenn diese auf dem europäischen Markt etwas verloren wirken. Für Country-Freunde, aber nicht unbedingt Puristen, sollte Cyndi Laupers Ausritt in die Western-Szenerie von daher den Zweck voll erfüllen.

Anspieltipps:

  • Detour
  • Misty blue
  • Hard candy christmas
  • Walkin‘ after midnight
  • Heartaches by the numbers
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