Dirk Darmstaedter - Beautiful Criminals - Cover
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Dirk Darmstaedter Beautiful Criminals


  • Label: Beg Steal & Borrow
  • Laufzeit: 56 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein überwiegend unbeschwert und leicht klingendes Sommeralbum, das Töne in warme Sonnenstrahlen verwandelt.

Hier ist er nun also, der zweite Longplayer, nachdem Dirk Darmstaedter (51) das Kapitel Tape Records für sich beendet hatte, um sich noch stärker auf die Musik und nicht auf das ganze Drumherum zu konzentrieren. Und es hat den Anschein, als hätte der Hamburger die Zeit tatsächlich intensiv genutzt, um seinem Sound eine Frischzellenkur zu verpassen. Denn „Beautiful Criminals“ klingt über weite Strecken so sommerlich und poppig, als wären die guten alten Jeremy Days auferstanden.

Deshalb: Augen schließen und träumen. Denn Dirk Darmstaedters Stimme klingt noch immer wie die des 20 Jahre jungen Schwiegermutter-Lieblings, der sich mit den Jeremy Days Ende der 80er Jahre aus dem Stand in den Sternenhimmel der deutschen Pop-Landschaft katapultierte, aber leider schon nach fünf Studioalben verglühte. Zum Glück startete Darmstaedter danach eine Solokarriere, die dem Hörer auch nach den Jeremy Days (stärkstes Album: „Circushead“, 09/1990) viele tolle Momente bescherte, von denen auch „Beautiful Criminals“ wieder einige bereithält.

Dabei markiert Darmstaedter nicht, wie auf früheren Alben, eine europäische Ausgabe von Bob Dylan, sondern stürzt sich von Beginn an in melodietrunkene Welten, die mal sehnsüchtige Melancholie verkörpern („This is where I leave you“, „Beautiful criminals, „Five years“), die Gitarrenkünste Johnny Marrs wiederaufleben lassen („Pop guitars“) oder ungehemmt in sommerlicher Vorfreude wallen („Summer camp girls“, „Honey“, „Landscapes“). Zwar gibt es zwischendurch auch mal den einen oder anderen kleinen Hänger („Pages“), was dem guten Eindruck von „Beautiful Criminals“, insgesamt aber nicht schaden kann. Damit ist „Beautiful Criminals“ ein überwiegend unbeschwert und leicht klingendes Sommeralbum, das Töne in warme Sonnenstrahlen verwandelt.

Anspieltipps:

  • Honey
  • Landscapes
  • Pop guitars
  • Summer camp girls
  • Where the wild things are
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