Ace Frehley - Origins Vol.1 - Cover
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Ace Frehley Origins Vol.1


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 51 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Ace Frehleys Stimme ist alles andere als perfekt, bringt aber Charme in die Songs. An der Gitarre ist er ohnehin völlig auf der Höhe.

Nun versucht sich auch Ace Frehley, seines Zeichens Spaceman oder Originalgitarrist von Kiss, an einem Coveralbum. Bei aller Skepsis durfte man hier allerdings gespannt sein, hat Frehley doch in den letzten Jahrzehnten bewiesen, dass er ein Händchen für gelungene Coverversionen hat, um mit „New York Groove“, „2000 Man“ oder „Hide Your Heart“ nur ein paar zu nennen. Erfreulich ist, dass Frehley neben ein paar üblichen Verdächtigen, wie „White Room“, „Street Fighting Man“ oder „Wild Thing“, auch auf Songs setzt, die man wahrscheinlich nicht auf der Liste hatte, wie „Emerald“ oder den Kiss-Song „Rock And Roll Hell“ aus den 80er-Jahren.

Zur Unterstützung hat Space-Ace einige illustre Gäste um sich geschart. Neben Lita Ford, die ihn gesanglich bei „Wild Thing“ unterstützt, oder Slash, mit dem er sich im schon erwähnten Thin Lizzy-Klassiker „Emerald“ ein unerbittliches Gitarrenduell liefert, war es vor allem eine Kollaboration, die im Vorfeld für Aufsehen sorgte. Bei dem Free-Hit „Fire And Water“ steht niemand Geringeres als Paul Stanley hinter dem Mikro und zeigt, dass er auch in tieferen Gefilden als gewohnt mehr als souverän liefern kann. Zusammen mit Frehleys signifikantem Leadgitarrenspiel, beschwört es Erinnerungen an gute, alte Kiss-Zeiten herauf.

Der Gesang von Ace Frehley hingegen war noch nie perfekt und ist auch auf dieser LP alles andere als nah dran. Trotzdem macht es der New Yorker mit seinem Charisma und einem leichten Augenzwinkern, das man im Hintergrund immer zu vernehmen scheint, wieder wett. Auf den mit einem modernen Hardrock-Sound ausgestatteten „White Room“ und „Bring It On Home“ wird der Gesang brüderlich mit Drummer Scott Coogan geteilt, der mit seiner Darbietung Lust auf mehr macht. Auch die Klassiker seiner früheren Hauptband „Parasite“ und „Cold Gin“ wirken frisch aufpoliert und machen trotz der Schwächen von Aces Gesang, aber auch gerade deswegen einen sympathischeren Eindruck, als die x-te Liveversion von den Mannen um Gene Simmons.

Ausgestattet mit einem druckvollen Sound und einigen Überraschungen hinsichtlich der Songauswahl macht „Origins Vol. 1“ einen mehr als ordentlichen Eindruck und wirkt nicht, als wollte man mit einfachen Mitteln schnell etwas Kohle machen. Für die meisten Hörer ist es wahrscheinlich trotzdem verzichtbar, für Kiss-Fans allerdings, nicht nur aufgrund des Features mit Stanley, ein Pflichtkauf. Zeigt das Album doch deutlich, dass Ace Frehley gitarristisch noch immer voll auf der Höhe ist.

Anspieltipps:

  • Fire And Water
  • Emerald
  • Bring It On Home
  • Till The End Of The Day
  • Rock And Roll Hell

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