John Frusciante - Foregrow EP - Cover
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John Frusciante Foregrow EP


  • Label: Acid Test/ALIVE
  • Laufzeit: 21 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

John Frusciante haut raus, wir rezipieren. Solide, aber längst nicht mehr überraschend.

John Frusciante wildert ja schon eine Weile in Electronica-Territorien, sei es unter seinem bürgerlichen Namen oder als Trickfinger. Mit der „Foregrow“-EP veröffentlicht der Produzent des Black Knights-Albums „Medieval Chamber“ und Red Hot Chili Peppers-Gitarrist nun altes Material. Und das wieder auf Acid Test, wo Frusciante schon zuvor veröffentlicht hatte und auf dem sonst Techno-Produzenten wie Recondite oder Donato Dozzy erscheinen.

„Foregrow“ schlägt weiter in eine Kerbe, die Frusciante zuletzt mit seinem kostenlosen Soundcloud-Release „Renoise Tracks 2009-2011“ vorgeformt hatte: Breakcore- und Footwork-inspirierte Beatgewächse, sphärische Synthies, und ständige Tempowechseln. Nicht umsonst benennt der 47-Jährige in seinem Blog die legendäre Riege um Aphex Twin (als AFX), Squarepusher, Autechre und Venetian Snares als Inspirationsquellen. Nur die Samples sind diesmal größtenteils weggefallen und der Titeltrack folgt, als einziger auf der EP, mit Frusciantes Gesang auch konventionelleren Songstrukturen.

Und klar, wir entdecken alles, was wir irgendwie bereits erwarten. Für Frusciante ist es ein Showcase seines technischen Potentials, weniger ein ernstgemeinter Versuch, musikalisch etwas aufzustellen, dem ein stringentes Konzept zugrunde liegt. Er verspricht auch nichts anderes, insofern mag man das verzeihen. Auch wenn er bei „Lowth Forgue“ allzu kitschige Melodien irgendwie doch noch in einen interessanten Track biegt, und in „Unf“ ein interessantes Funk-Rock-Acid-Mashup präsentiert, auf das Ratatat zurecht neidisch sein dürften; „Foregrow“ ist nichts Neues, weder für das Genre, noch für Frusciante. Es ist Spielerei. Immerhin, sie macht Spaß.

Anspieltipps:

  • Foregrow
  • Unf

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