M83. - Junk - Cover
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M83. Junk


  • Label: Naive/INDIGO
  • Laufzeit: 56 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Hurry up, we’re dreaming“ hieß es zuvor. Aber M83. sind noch immer nicht aufgewacht.

Warum haben M83 auf diversen sozialen Netzwerkseiten über eine Million Fans? An dieser Zahl gemessen, ist die Band ganz weit vorne, vor allem im Vergleich zu Genrekollegen. Das Schwierige daran ist, dass auch umso mehr Fans Erwartungen haben. Das letzte Album leitete bereits einen Umbruch ein, den dieses Album nun zu Ende geht, konnte aber als Gesamtwerk überzeugen. So wird sich das nun sechste Album, „Junk“, dieser Schwierigkeit umso bewusster werden müssen. Aber vielleicht lösen die Franzosen zeitnah auf, entlarven „Junk“ als Übergangsalbum und präsentieren anschließend das eigentliche sechste Album.

Von „City is my church“ keine Spur. So hieß es noch auf „Hurry Up We’re Dreaming“ in „Midnight City“, der elektronischen Hymne für alle Nachtschwärmer. Anthony Gonzalez lieferte mit seiner Band das beste Synth-Pop Lied des Jahres. Was auch immer darauf folgen wird, egal, Gonzalez hat „Midnight City“ gezaubert, hätte man denken können. Ein Lied, das zukünftig auf keinem Sommer-Sampler fehlen darf. Aber mit der Erscheinung von „Junk“ wird man schnell umdenken müssen: Es sei denn, es klingt so schläfrig wie der Großteil der fünfzehn neuen Lieder. Bis auf das Cover hinterlässt erst einmal kaum etwas einen bleibenden Eindruck.

„Do It, Try It“ ist guter Kitsch. „Walkway Blues“ und „Bibi The Dog“ heben sich von den end- und leblos wirkenden Synthies ab, weil sie so etwas wie eine Melodie besitzen. Auch „Go!“ und „Road Blaster“ sind aufgeweckter und fordern wenigstens Drummer Loic Maurin ein wenig heraus. Sonst kratzt „Solitude“ noch am ehesten an einem Spannungsbogen, während der Rest der Lieder wie „Moon Crystal“ oder das zusammen mit Susanne Sundfor aufgenommene „For The Kids“, höchst fragwürdig sind. Dabei hätte gerade von der Zusammenarbeit mit Sunfor Großes erwartet werden können, haben doch beide schon beim Soundtrack des utopischen Science-Fiction-Film Oblivion zusammengearbeitet und Episches wie das gleichnamige Titellied „Oblivion“ produziert.

Anspieltipps:

  • Walkway Blues
  • Bibi The Dog
  • Road Blaster

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