Cheap Trick - Bang Zoom Crazy... Hello - Cover
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Cheap Trick Bang Zoom Crazy... Hello


  • Label: Universal
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Bang Zoom Crazy Hello“ hat alles, was ein Cheap-Trick-Album braucht.

Sieben Jahre ist das letzte Album „The Latest” von Cheap Trick nun schon alt. Das hohe Tempo, das die US-Amerikaner in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts gegangen sind, mit „Special One“, dem großartigen „Rockford“ und ebenjenem „The Latest“ immerhin drei reguläre Studioalben, schien sich nicht weiter halten zu lassen. Nun melden sich die Powerpoprocker mit „Bang Zoom Crazy Hello“ und dem neuen Schlagzeuger Daxx Nielsen zurück. Der Sohn des Gitarristen Rick Nielsen ersetzt den langjährigen, sympathischen Bun E. Carlos an den Fellen, zu dessen Ausstieg man sich weitestgehend bedeckt hielt.

Mit „Heart On the Line“ eröffnet ein Song das Album, der Ende der 80er Jahre von Nielsen für das zweite House Of Lords-Album „Sahara“ geschrieben wurde. Nun also die Cheap-Trick-Version. Die kann sich sehen lassen und direkt mit „No Direction Home“ wird man den Verdacht los, es hier mit Resteverwertung zu tun zu haben. Die fröhliche Powerpopnummer setzt sich direkt im Gehörgang fest. Das Herzstück des Albums bildet das folgende „When I Wake Up Tomorrow“. Als Hommage an David Bowie zu verstehen, klingt jener an allen Ecken durch. Vor allem Sänger Robin Zander könnte sich überlegen, als Tribute-Act auf die Bühne zu gehen, aber auch musikalisch orientiert sich die Band gekonnt am Thin White Duke der späten 70er oder frühen 80er Jahre.

„Do You Believe Me?“ beginnt mit einem College-Rock-Riff entwickelt sich dann aber zu einem unsteten Alternativerocker, während „Blood Red Lips“, mit zwar gutem Refrain, aber nervigen Strophen, als Spaß-Nummer oder Sweet-Abklatsch durchfällt. Besser klingt da schon „Sing My Blues Away“. Melancholische Hooks und Akordfolgen, ein gut durchdachtes Gitarrensolo und Zanders im Alter immer besser werdende Stimme überzeugen. Beim mit Punkattitüde vorgestellten Rocker „Roll Me“ passt ebenfalls alles. „The In Crowd“ ist dann so ein Song, den nur Cheap Trick schreiben können. Eine groovige Bassline, allerlei Gitarrenspielereien im Hinter- und Vordergrund und ein augenzwinkernder Text.

Hinter dem Hardrocker „Long Time No See Ya“ versteckt sich hinter den Gitarrenriffs und dem eingängigen Refrain, dann aber doch noch mal eine durchschnittliche Nummer, wohingegen das enthusiastische „The Sun Never Sets“ und das punkige „All Strung Out“ wieder mehr als solide sind. Somit bleibt ein Album mit ein oder zwei Füllern, denen aber genügend Songs entgegengestellt werden, um „Bang Zoom Crazy Hello“ zu einem guten Album zu machen. Fans können bedenkenlos zugreifen.

Anspieltipps:

  • When I Wake Up Tommorow
  • Sing My Blues Away
  • Roll Me
  • The In Crowd

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