Death Angel - The Evil Divide - Cover
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Death Angel The Evil Divide


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Death Angel liefern ein wahres Riff-Feuerwerk. Schade, dass es nach einer starken ersten Hälfte bergab geht.

Einst in den 1980er-Jahren von Metallica-Gitarrero Kirk Hammett entdeckt, der auch ein Demo der Band produzierte, veröffentlichen Death Angel seit ihrer Reunion 2001 regelmäßig neue Alben und gelten nach wie vor als wichtige Vertreter des Bay-Area-Thrashs. Wichtigste Stützen sind Leadgitarrist Rob Cavestany, sowie Sänger Mark Osegueda. Knapp drei Jahre nach „The Dream Calls For Blood“ folgt nun mit „The Evil Divide“ das neue Album, erneut amtlich produziert von Jason Suecof.

„The Moth“ ist direkt ein krachender Opener mit wahrem Rifffeuerwerk. Messerscharfe, harte und düstere Riffs treffen auf eine ordentliche Portion Double-Bass-Fußarbeit von Schlagzeuger Will Carroll. „Cause For Alarm“ schlägt in eine ähnliche Kerbe, bevor es mit „Lost“ einigermaßen eingängig wird. Der Midtemporocker mit guten Hooks hätte auch Anthrax auf deren letzter Platte gut zu Gesicht gestanden. Allgemein wirkt es so, als hätten sich Death Angel von den dieses Jahr erschienenen guten Alben ihrer Kollegen, wie den schon genannten Anthrax oder Megadeth anspornen lassen. „Father Of Lies“ ist ein aggressiver Thrasher mit melodischer Bridge, und auch „Hell To Pay“ gibt ordentlich Tempo vor. Beides Songs, die sich genau in der Schnittmenge der beiden genannten Bands befindet.

Die zweite Hälfte des Albums kann dann allerdings nicht mehr ganz mithalten. In puncto Aggressivität und Heavyness stehen die Songs den ersten fünf zwar in nichts nach, trotzdem will der Funke bei einigen Stücken nicht ganz überspringen. „It Can’t Be This“ beginnt zwar mit einem coolen Bassintro, was etwas Abwechslung reinbringt, zündet dann aber nicht wirklich. Auch „Breakaway“ startet mit coolem Intro, das aber dann in einem etwas zu einfallslosen Riff mündet. Immerhin wird ordentlich Tempo gemacht.

„Let The Pieces Fall“ zum Abschluss des Albums gerät auf Grund seines abwechslungsreichen Aufbaus mit schleppenden und treibenden Parts nochmal zu einem Highlight. „The Evil Divide“ liefert eine erste Hälfte, die in Bezug auf Aggressivität oder Tempo, dazu mit einem wahren Rifffeuerwerk ausgestattet, kaum zu toppen ist. Daher gerät die zweite Hälfte des Albums weitestgehend zu eintönig und wiederholend. Trotzdem ist den Thrashern ein solides bis gutes Album gelungen, auch wenn es zum größten Teil von der starken ersten Halbzeit zehrt.

Anspieltipps:

  • The Moth
  • Cause For Alarm
  • Lost
  • Father Of Lies
  • Let The Pieces Fall

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