Skyclad - A Bellyful Of Emptiness: The Very Best Of The Noise Years 1991-1995 - Cover
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Skyclad A Bellyful Of Emptiness: The Very Best Of The Noise Years 1991-1995


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 147 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.3/10 Leserwertung Stimme ab!

„Noise lebt!“ ist eine achtteilige Reihe mit Samplern von Kreator, Helloween, Grave Digger, Kamelot, Sinner, Running Wild, Skyclad und Tankard.

Das Label Noise Records bringt verteilt über den Monat Mai 2016 eine Reihe von Best-Of-Samplern von acht ihrer einstmals besten Pferde im Stall (Helloween, Kreator, Grave Digger, Tankard etc.) neu auf den Markt. Ebenfalls sollen klassische Alben von Bands wie Celtic Frost, Voivod oder auch Coroner mit aktuellen Liner-Notes und seltenem Bonusmaterial wiederveröffentlicht werden. Was sich erst mal nicht sonderlich spannend anhört, verbirgt allerdings ein paar spannende Anekdoten. Doch wie kam es zu der Idee, den Noise-Katalog frisch auszuwerten?

Der Hintergrund ist erst einmal Business pur. Die im Jahr 2008 gegründete BMG Rights Management GmbH ist eine internationale Firma mit Sitz in Berlin unter dem Dach der Bertelsmann Gruppe, die auf die Auswertung von Musikrechten spezialisiert ist. Sie übernimmt auch die Administration und Vermarktung. Bertelsmann hatte sich 2008 von Sony Music und damit vom reinen Tonträgergeschäft verabschiedet und sucht sein Heil nun in der Rechteverwertung. Durch die Aufspaltung und Übernahme der EMI-Gruppe durch Warner und Universal Music im Jahr 2013, standen einzelne Labels und Musikkataloge des ehemaligen Majors aus kartellrechtlichen Gründen zum Verkauf.

Darunter u.a. auch der Musikkatalog des britischen Labels Sanctuary Records, der damals für 50 Millionen Euro an BMG ging. Sanctuary Records hatten einst im Jahr 2001 das deutsche Metal-Kult-Label Noise Records aufgekauft, das von Karl-Ulrich Walterbach gegründet und zu einem der führenden Genre-Labels Europas aufgebaut wurde. Durch die Übernahme von Sanctuary liegen nun auch die Rechte am Noise-Katalog bei BMG, die durch diverse Zukäufe inzwischen den viertgrößten Musikverlag der Welt unter ihrem Dach haben. Ihr neueste Aufgabe ist es, die wiederbelebte Noise-Sparte in den Markt zu drücken. Dies geschieht – wie gesagt – zuerst mit acht Samplern. Die vierte und letzte VÖ-Welle am 27. Mai 2016 befasst sich mit den Bands Skyclad und Grave Digger.

Skyclad – „A Belly Of Emptiness: The Very Best Of The Noise Years 1991-1995“: Die britische Band Skyclad prägte den Begriff des Folk Metal. Auch sie wurde kurz nach ihrer Gründung vom deutschen Metal-Label Noise Records entdeckt und unter Vertrag genommen. In fünf Jahren lieferten die Engländer fünf Studioalben für ihren deutschen Vertragspartner ab und waren quasi ständig auf Tour. Dennoch bekam die Band ihre finanzielle Situation nicht in den Griff. Sie fühlte sich von ihrem Label nicht genügend unterstützt und krebste trotz guter Kritiken mehr oder weniger nur herum. Die Schuld dafür schoben sich Skyclad und Noise Records gegenseitig in die Schuhe.

Nach dem „The Silent Whales of Lunar Sea“-Album verließen Skyclad Noise Records und behielten ihre Produktionsgeschwindigkeit bis Ende der 90er Jahre auf Massacre Records bei. Danach verlangsamte sich der Studio-Output der Band dramatisch. Das bis dato letzte Studiowerk „In The… All Together“ liegt inzwischen sieben Jahre zurück. Dazu passt, dass Skyclad auch ein Vierteljahrhundert nach ihrer Gründung für viele Genre-Fans immer noch einen weißen Fleck auf der Metal-Landkarte darstellen. Ihr Folk Metal mag eben eine Spur zu speziell sein.

Wer sich dennoch in das Werk der Band einhören möchte, bekommt mit der vorliegenden Compilation eine kostengünstige Möglichkeit, die 33 Songs auffährt, die einen guten Einblick in die Skyclad-Frühphase abgeben. Doch Obacht: Kostengünstig ist dieses Doppelalbum sicher auch deshalb, weil die Releases der „Noise lebt!“-Reihe klangtechnisch nicht überarbeitet wurden, was besonders hier übel aufstößt, da die Songs genau das gebraucht hätten.

Anspieltipps:

  • Skyclad
  • Art-Nazi
  • Halo of flies
  • When all else fails
  • A room next door
  • Dance of the dandy hound
  • Trance dance (a dreamtime walkkabout)
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