Mark Knopfler - Soundtrack: Altamira - Cover
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Mark Knopfler Soundtrack: Altamira


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 26 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

In Töne gegossene Langeweile, die so ähnlich bereits auf dem letztjährigen „Tracker“-Album vorkam.

Schon zu den Zeiten als Chef der Dire Straits gehörten Soundtrack-Alben zu den großen Leidenschaften von Mark Knopfler (66). Daran hat sich bis heute nichts geändert, auch wenn der bis dato letzte Soundtrack aus seiner Feder deutlich mehr als 14 Jahre zurückliegt („A Shot At Glory“, 10/2001). Doch nun hat er es wieder getan und mit der Musik zur spanisch-französisch Co-Produktion „Altamira“ seinen inzwischen zehnten Soundtrack eingespielt.

Der Film spielt im Jahr 1879 und dreht sich um die zufällige Entdeckung von steinzeitlichen Zeichnungen und Malereien durch einen Amateur-Archäologen in den Höhlen von Altamira im spanischen Kantabrien. Zur Besetzung gehören u.a. Allegra, Allen, Rupert Everett, Nicholas Farrell und Antonio Banderas. Wie schon „A Shot At Glory“ wurde auch „Altamira“ von Dire-Straits-Kumpel und Keyboarder Guy Fletcher produziert. Am Schlagzeug agiert zudem die hochgelobte schottische Komponistin und Drum-Virtuosin Evelyn Glennie (50), die auch namentlich auf dem Cover verewigt wurde.

Im Zusammenhang mit dem „Altamira“-Soundtrack gilt: In der Kürze liegt die Würze. Denn mit nur 26 Minuten Spielzeit fällt das Album ungewöhnlich kurz aus. Und auch sonst ist die Darbietung eher innovationsfrei. Bildlich gesehen, überträgt Mark Knopfler seine bekannten Gitarrenmelodien lediglich aus den schottischen Highlands in die hügelige Landschaft Kantabriens, ohne dass sich daraus ein musikalischer Unterschied ergibt. Dazu kommt ein bisschen Soundtrack-typisches Hintergrundrauschen aus dem Film – und fertig ist ein relativ unscheinbares Stück Filmmusik.

Kleiner Film, kurzer Soundtrack, keine Aufregung. Mark Knopfler, Evelyn Glennie und Co. entlocken ihren Instrumenten schlichte Töne, die zu den Bildern auf der Leinwand passen sollen. Dazu kommen ein paar Effekte sowie hier und da Streicher-Klänge, die allesamt im Dienste des Films und seiner Dramaturgie stehen. Das mag handwerklich vielleicht nicht angreifbar sein, ist aber dennoch in Ton gegossene Langeweile, die so ähnlich bereits auf dem letztjährigen „Tracker“-Album (03/2015) vorkam.

Anspieltipps:

  • Maria
  • Onward
  • This is science
  • Farewell to Altamira
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