Rage - The Devil Strikes Again - Cover
Große Ansicht

Rage The Devil Strikes Again


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 73 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit neuer Besetzung melden sich Rage zurück. Viel neuen Eifer gibt es nicht, dafür ein solides Album.

Eine ereignisreiche Zeit im Hause Rage mündet im neuen Album „The Devil Strikes Again“. Nachdem durch das Ausscheiden von Drummer Andre Hilgers und vor allem Gitarrist Victor Smolski viele Gerüchte aufkamen und Bandleader Peavy Wagner mit Refuge alte Rage-Zeiten aufleben ließ, gibt es doch eine komplett neue Mannschaft. Mit Marcos Rodriguez an der Klampfe und Vassillios Maniatopoulos hinter der Schießbude wurde das 21. Album unter dem Rage-Banner zusammengetragen.

Der Titelsong eröffnet das Album erwartungsgemäß flott. Thrash-Elemente vermischen sich mit melodischen, die Bridge im Midtempobereich bringt etwas Abwechslung, allerdings hat nach wie vor Peavys Stimme den höchsten Wiedererkennungswert bei Rage. „My Way“ beginnt mit einem 08/15-Metalriff und nach kurzem Akustikgitarrenintermezzo wird klar: handwerklich solide, aber zu vorhersehbar. Leider geht auch „Back On Track“ in diese Richtung und erinnert mit seinem mehrstimmigen Gesang eher an Piraten- denn an Powermetal.

Viel besser dann „The Final Curtain“. Cooles Riffing und Rodriguez zeigt, dass er spielen kann. Die poppige Hook im Refrain vor Drumgewitter und Arpeggiogitarrenlinien bringen dann den Rest. Mit Galopprhythmen und cleaner Strophe erinnert „War“ an Iron Maiden, während Gitarrist Rodriguez den Hammett samt Wah-Wah gibt und auch hier die eingängige Gesangsmelodie im Refrain zu überzeugen weiß. „Ocean Full Of Tears“ hätte gut auf „Welcome To The Other Side“ stehen können und „Deaf, Dumb And Blind“ kann mit denselben Argumenten überzeugen wie die vorherigen Songs.

Anschließend geht der Band jedoch wieder etwas die Luft aus. Wie auch zu Beginn des Albums ist das handwerklich alles sehr solide, jedoch nicht wirklich überzeugend und manchmal auch sehr durchschnittlich. Eine Bonus-CD mit drei eigenen und drei Coversongs gibt es noch obendrauf. „Bring Me Down“ aus eigener Feder und der Y&T-Song „Open Fire“ wissen zu überzeugen, während der Skid Row-Klassiker „Slave To The Grind“ zwar kurzweilig ist, jedoch nicht die Intensität des Originals erreichen kann.

Ein neuer Start ist immer schwierig und die Herren um Peavy Wagner haben einiges richtig gemacht. Trotzdem kann das Album nicht vollends überzeugen. Zu viel Durchschnittliches hat sich dafür eingeschlichen. So wird „The Devil Strikes Again“ eine solides Album. Nicht mehr, nicht weniger.

Anspieltipps:

  • The Final Curtain
  • War
  • Deaf, Dumb And Blind
  • It Seemed The Better Way

Neue Kritiken im Genre „Thrash Metal“
7.5/10

Tankard - Oldies & Goldies: The Very Best Of The Noise Years 1986-1995
  • 2016    
7.5/10

Love Us Or Hate Us: The Very Best Of The Noise Years 1985-1992
  • 2016    
Diskutiere über „Rage“
comments powered by Disqus