De|Vision - 13 - Cover
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De|Vision 13


  • Label: Popgefahr Records
  • Laufzeit: 54 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Trotz Produzentenwechsel ein De/Vision-Werk, wie man es erwarten konnte.

Steffen Keth und Thomas Adam betreiben ihre Band De/Vision, die ursprünglich als Quartett begann, nun schon seit 28 Jahren und haben in dieser Zeit insgesamt gut zwei Dutzend Album-Veröffentlichungen auf den Markt gebracht. Im Single-Sektor stehen nicht viel weniger Releases zu Buche. Keine Frage: De/Vision zählen zu den langlebigsten und verlässlichsten Electro-Pop-Acts des Landes und stellen eine der ersten Adressen des Genres dar. Drei Jahre nach dem Jubiläums-Box-Set „Strange Days“ (06/2013) meldet sich das Duo nun mit dem schlicht „13“ betitelten neuen Studioalbum zurück.

Doch auch wenn der Titel „13“ eher bescheiden ausgefallen ist, hat sich im Hintergrund einiges getan, was sich entscheidend auf den Sound der Band ausgewirkt hat. De/Vision trennten sich nach 12 Jahren von ihrem Produzenten-Team Schumann & Bach und holten sich mit den Produzenten Ken Porter und Stan Cotey frisches Blut ins Studio. Mit diesem Eingriff wollen De/Vision zu ihren Synthie-Pop-Wurzeln zurückkehren, wobei sich der De/Vision-Sound in all den Jahren so oder so einen festen Platz zwischen Camouflage, VNV Nation und Depeche Mode gesichert hat, egal wie sehr Keth und Adam nun an den Stellschrauben gedreht haben.

In ihren zehn neuen Stücken verarbeiten De/Vision Themen wie die fortschreitende technische Entwicklung und was diese mit den Menschen macht, aber auch aktuelle politische Kernpunkte wie Rassismus, Terrorismus und die anhaltende Flüchtlingskrise. Das ist inhaltlich fürwahr schwere Kost, die aber in den typischen De/Vision-Melodien aufgeht und den Hörer damit nicht „belastet“, falls sich dieser bei der Musik seiner Wahl nicht auch noch explizit mit Tagesschau-Themen auseinandersetzen möchte. So bleibt ab Ende ein De/Vision-Werk, wie man es trotz des Produzentenwechsels erwarten konnte.

De/Vision haben ihren Sound dezent modifiziert, wie sie es in 25 Jahren immer wieder getan haben. Mit dieser Erkenntnis werden vermutlich keine neuen Fans mobilisiert, aber der Anhängerstamm wird zumindest beisammengehalten und zufriedengestellt. Auf diese Weise liefert „13“ gewohnt äußerst soliden Electro-Pop, der scheinbar niemals alt wird.

Anspieltipps:

  • Essence
  • Starchild
  • Their world
  • Synchronize
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