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Elena Elena


  • Label: DEAG Music/Sony Music
  • Laufzeit: 54 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
2.8/10 Leserwertung Stimme ab!

14 erfrischende Popsongs mit leichten Soul- und R&B-Einflüssen, die allesamt gut ins Ohr gehen.

Diese Einleitung muss sein: Elena Bongartz (27) ist die kleine Schwester von Stargeiger David Garrett (35). Punkt. Damit soll das Thema großer Bruder aber auch (fast) erledigt sein. Nur noch so viel: Auch Elena ist die Musik in die Wiege gelegt worden. Doch es brauchte einige Umwege, bis sie sich entschieden hatte, mehr aus ihrem Talent zu machen, sprich die Musik auch als berufliche Herausforderung zu betrachten. Klar, Elena hat Jazz- und Popgesang studiert, ist Gesangsdozentin und Chorleiterin. Sie hat aber auch Abschlüsse in Kulturwissenschaften und Kulturmanagement vorzuweisen und darf sich „Master of Arts“ nennen.

Wie sagt die Wahl-Hamburgerin sehr passend, wenn man ihr bisheriges Leben unter die Lupe nimmt: „Musik war immer ein Teil von mir, aber ich bin trotzdem immer nur ums Becken herumgelaufen und habe hier und da den Fuß reingehalten – aber ich habe mich nicht getraut, einfach mal zu springen“. Jetzt ist sie gesprungen und legt mit „Elena“ ihr selbstbetiteltes Debütalbum vor, an dem sie u.a. mit Kraans de Lutin (MC Fitti, Chakuza, Flo Mega, Sido, Tim Bendzko, Culcha Candela, Seeed) gearbeitet hat.

Auf „Elena“ hören wir 14 erfrischende Popsongs (inkl. Bonustrack) mit leichten Soul- und R&B-Einflüssen, die allesamt gut ins Ohr gehen und auf billige Effekte verzichten. Auffällig sind die immer wieder eingestreuten Piano-Parts („Die Suche“, „Sonntag“) sowie die autobiografisch wirkenden Texte („Unbesiegbar“, „Ein Fall für Zwei“). Darüber hinaus macht auch Elenas Stimme deutlich, dass sie eine Gesangsausbildung genossen hat. Wie schön, dass sie dennoch nie zu dick aufträgt. Denn auch so verleiht Elena ihren Songs Charakter und macht gleichzeitig deutlich, dass sie kein Produkt der Pop-Industrie ist.

Kritisieren lässt sich hingegen, dass die Songs in Sachen Rhythmik und Tempo zu wenig variieren und tatsächlich ab und zu kurz davor sind, musikalisch („Wünsch dir was“) und inhaltlich („Leichter“) an die Tür des modernen Schlagers zu klopfen. Hier sind die Grenzen mitunter etwas fließend, aber kein Grund dafür, Abzüge in der B-Note zu machen.

Anspieltipps:

  • Zuhaus
  • Sonntag
  • Flugmodus
  • Ryan Gosling
  • Ein Fall für Zwei
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