Benne - Alles Auf Dem Weg - Cover
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Benne Alles Auf Dem Weg


  • Label: Ferryhouse/WEA
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Benne klingt nicht so anbiedernd wie viele andere deutsche Popmusiker, womit er sich auch auf seinem zweiten Album treugeblieben ist und sich nicht hat verbiegen lassen.

Im vergangenen Jahr veröffentlichten die beiden gleichaltrigen deutschen Pop-Newcomer Benedikt Ruchay alias Benne sowie Joris Buchholz ihre Debütalben „Nie mehr wie immer“ (03/2015) bzw. „Hoffnungslos hoffnungsvoll“ (04/2015) in einem Abstand von zwei Wochen. Während Joris (27) mit der Singleauskopplung „Herz über Kopf“ und dem dazugehörigen Longplayer zwei absolute Hitparaden-Dauerbrenner ablieferte (die Single war 48 Wochen in den Charts, höchste Position: Platz 14, das Album sogar 53 Wochen mit der Top-Position 3), konnte Benne (27) neben Kritikerlob kommerziell lediglich einen kleinen Achtungserfolg erzielen. Mal schauen, ob sich dies mit einer Veröffentlichung mitten im Sommerloch ändern lässt.

Denn nun legt Benne mit „Alles auf dem Weg“ sein zweites Album vor, das im Team mit den jungen Produzenten, Musikern und Songschreibern Jan Listing (Rea Garvey, Max Giesinger, Elaiza) und Joschka Bender (Alle Farben, Madeline Juno, Michael Schulte) in Hamburg und Berlin eingespielt wurde. Inhaltlich will Benne in seinen Stücken das wahre Leben vermitteln, das nicht in den sozialen Netzwerken stattfindet und nicht vom Verlauf eines Browers inspiriert ist. Dazu setzt er auf klassische Liedermacherkunst, die er in gefällige und zeitgemäße Musik verpackt hat, die zwischen sanfter Poesie („Hier und jetzt“) und Mainstream-Pop („Freiheit“) durchgehend eine gute Figur macht.

Dabei besteht die Song-Mischung des Wahl-Berliners vornehmlich aus melancholischen Liedern wie „Lernt man irgendwo“, „Unser alter Palast“ oder auch „Soweit gut“ und rein akustischen Tracks wie „Berühren“ und „Nur Staub“ ab. Nur selten hat Benne mal hymnische Popsongs wie „Planeten“, „Layla“ oder „Alles auf dem Weg“ in petto. Damit klingt „Alles auf dem Weg“ eher nachdenklich als euphorisch, aber auch authentisch und längst nicht so anbiedernd wie viele andere deutsche Popmusiker, womit sich Benne auch auf seinem zweiten Album treugeblieben ist und sich nicht hat verbiegen lassen.

Anspieltipps:

  • Freiheit
  • Planeten
  • Ich atme
  • Lernt man irgendwo
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