Fleetwood Mac - Mirage (Deluxe Edition) - Cover
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Fleetwood Mac Mirage (Deluxe Edition)


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 100 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das 1982er Album aus dem Hause Fleetwood Mac wurde digital restauriert und mit viel Bonusmaterial aufgehübscht.

Nach „Rumours“ (01/2013, im Original aus dem Jahr 1977) und „Tusk“ (12/2015, ursprünglich aus dem Jahr 1979), liegt nun mit „Mirage“, das 1982 erstmalig auf den Markt kam, ein weiteres Album aus dem Hause Fleetwood Mac vor, das einer digitalen Restaurierung unterzogen wurde. Wie üblich wurde dabei nicht mit Bonustracks gespart, sodass am Ende eine umfangreiche Deluxe-Variante mit drei CDs, einer Audio-DVD plus dem Originalwerk auf Vinyl sowie eine auf zwei Silberlinge verteilte „Expanded Version“ dabei herauskamen.

„Mirage“ erschien im Juni 1982, ist das 13. Studiowerk von Fleetwood Mac und stellt nach dem experimentell gehaltenen Doppelalbum „Tusk“ eine Rückkehr zu den großen Popsongs im Stile von „Rumours“ dar. Folgerichtig erklomm „Mirage“, flankiert von insgesamt fünf Singleauskopplungen (davon drei in den USA), wieder die Spitze der amerikanischen Billboard Charts, die mit „Tusk“ drei Jahre zuvor verfehlt wurde. Dort hielt sich die Platte für fünf Wochen, obwohl „Mirage“ in der Endabrechnung in Sachen Hitdichte und kommerzieller Performance nie mit „Rumours“ mithalten konnte.

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Ein häufig genannter Kritikpunkt an „Mirage“ ist, dass die Songs des Albums völlig von Ecken und Kanten befreit sind und mit luftigleichten Strukturen wie in „Only over you“ oder auch „Straight back“ absolut unverbindlich und fast schon seicht aus den Boxen fließen. Insbesondere bei Songs wie den Lindsey-Buckingham-Nummern „Empire state“ und „Oh Diane“ wird nicht klar, wohin die Band künstlerisch will. Die Grenze zum Schlager ist jedenfalls nicht weit entfernt.

Dass „Mirage“ ein Album aus den 80er Jahren ist, mag man aus heutiger Sicht kaum glauben, da die Songs sehr altmodisch (nicht zu verwechseln mit klassisch) klingen. Kein Wunder, da mitunter ein paar Ideen aus der Schublade geholt und verspätet eingespielt wurden. Entsprechend wirkt das Material wie Liegenbleibsel aus den 60er und 70er Jahren, allerdings ohne besondere Magie zu erzeugen. Einzig mit dem Stück „Gypsy“ ist Fleetwood Mac ein Song gelungen, der aus dem Radio und den Geschichtsbüchern nicht mehr wegzudenken ist.

Für den Fan hat die 2016er Version von „Mirage“ übrigens 20 Raritäten und Outtakes zu bieten, von denen 16 bis dato unveröffentlicht sind. Ein Grund, auch ein schwächeres Fleetwood-Mac-Album noch einmal zu kaufen.

Anspieltipps:

  • Gypsy
  • Hold me
  • Straight back
  • Love in store
  • Eyes of the world
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