Dinosaur Jr. - Give A Glimpse Of What Yer Not - Cover
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Dinosaur Jr. Give A Glimpse Of What Yer Not


  • Label: Jagjaguwar/CARGO
  • Laufzeit: 46 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Tolle Soli, eingängige Melodien auf der einen, kluge und gewitzte Einwürfe verschiedenster Spielarten des Rock, auf der anderen Seite. Das vorliegende Werk gerät zu einem Höhepunkt im Schaffen der Band.

Seit über 30 Jahren, mit einer Pause von sieben Jahren, gibt es Dinosaur Jr. jetzt schon und doch sind sie sicher nicht jedem ein Begriff. Obwohl sie seit jeher Kritikerlieblinge sind und in ihrer eingeschworenen Fangemeinde längst Kultstatus innehaben, ist ihnen der ganz große Wurf verwehrt geblieben. Vielleicht ist das aber auch gut so und gerade so gewollt. Vier Jahre nach dem erneuten Höhepunkt „I Bet On Sky“ kommt nun „Give A Glimpse Of What Yer Not“. Und diese Platte hat es erneut in sich.

Die seit 2005 wieder in Originalbesetzung spielenden US-Amerikaner eröffnen das Album mit dem mit ordentlich Fuzzgitarren auffahrenden Alternative-Rocker „Goin Down“, der auch jedem Foo Fighters-Fan gefallen sollte. Frontmann J Masics macht gleich hier schon deutlich, dass er sich nicht darum schert, ob Gitarrensoli aus der Mode sind. Er soliert in ausnahmslos jedem Song munter drauf los und zeigt, dass er sein Handwerk bestens versteht.

Eingängige Hooks sind ein weiteres Markenzeichen von Masics, wie im fröhlichen Sommerrocker mit ironisch-zynischem Text „Tiny“ oder dem poppunkigen „I Told Everyone“, welches sich mit gewitzten Gitarrenfills von anderen Bands dieses Genres abhebt. Eine bittersüße Gitarrenmelodie, eine schwelgende Gesangslinie und ein nahezu perfekt passendes Solo liefert „Be A Part“. Der melodische Indierocker „Lost All Day“ erinnert trotz kurzen Twang-Einlagen an The Cure. Die von Bassist Lou Barlow geschriebenen, alle anderen sind von Masics verfasst, „Love Is...“ und „Left/Right“ zeigen mit den Einwürfen von Akustikgitarren Grunge-Anleihen auf, wobei der Frontmann in ersterem wieder eine Glanzleistung an der Leadgitarre abliefert.

Ebenso in „Good To Know“, das wie „I Walk For Miles” deutlich aggressiver und wütender daherkommt und in Hardrock-Gefilden wildert. Das anfangs mit einem Neil Young-Sound versehene „Knocked Around“ überrascht nach zweieinhalb Minuten genau zum richtigen Zeitpunkt mit einem lauten Punk-Gewitter und „Mirror“ kann als bodenständiger Rocker mit verschiedensten Einflüssen überzeugen. Von Blues über Twang und dank zweistimmiger Gitarren, bis hin zu Heavyrock - so gerät „Give A Glimpse Of What Yer Not“ durch die vielen kleinen, aber wohlüberlegten und klugen Einwürfe verschiedenster Spielarten des Rock, sowie der anzuhörenden Spielfreude zu einem Höhepunkt in der Karriere von Dinosaur Jr.

Anspieltipps:

  • Tiny
  • Be A Part
  • Love Is...
  • Good To Know
  • Mirror

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