Weval - Weval - Cover
Große Ansicht

Weval Weval


  • Label: Kompakt/Rough Trade
  • Laufzeit: 52 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Weval meißeln ihre Liebe für elektronische Slow Burner auf ihrem Debüt in Stein.

Die meisten Produzenten, die Techno und House für die Tanzflächen besorgen, lassen sich Zeit mit ihrem ersten Album. Weval - das sind zwei Jungs aus den Niederlanden - machen das anders: erste EP bei Atomnation erschienen, zwei weitere dann schon bei Kompakt und jetzt das erste Album. Harm Coolen und Merijn Albers lassen nichts anbrennen. Dabei funktioniert ihre Musik ganz gegenteilig: brütende Tracks, wabernde Melodien, dazu eingängige, schwermütige Gesangsschnipsel. Die Formel hat sich auf dem Debütalbum nicht geändert.

Auf „Weval“ tritt das Duo den Beweis an, dass sein Stil auch ein Album tragen kann. Ob er längeren Laufzeiten als die der klassischen EP dient, erprobten sie bereits mit „Half Age“. Entsprechend wenig stilistisch Neues trägt das Werk zum Katalog der Niederländer bei. Schade eigentlich, schließlich ließ die letzte EP durchaus Offenheit für Veränderung vermuten. Das erste Album lässt Ausreißer nun vermissen, die vielleicht mal aus dem Morast der Wehmütigkeit treten. „Weval“ ist nicht per se traurig oder düster, aber selbst die Feierstimmung, die man mit einem Titel wie „You Made It“ assoziieren würde, bleibt gedämpft.

Weval halten den Ball auf dem zweiten Teil von „You Made It“ glücklicherweise nicht mehr ganz so flach und auch der Closer „Years To Build“ ist trotz hoffentlich sarkastisch gemeinter Botschaft („It Takes Years To Build Something, Then You Die / Living The Dream Is Never Worth A …“) etwas energetischer. Auf dem Rest des Albums bleibt diese Energie leider auf der Strecke. Das kann gefallen, Weval sind bisher gut damit gefahren und die 12 Tracks laufen problemlos unaufgeregt neben dem Alltag her. Dennoch hätte dem Album etwas Abwechslung von den immer selben Synthpads auch nicht geschadet.

Anspieltipps:

  • Square People
  • Just In Case
  • You Made It (Part 2)

Neue Kritiken im Genre „Dance“
7/10

Raw Movements/Rude Movements
  • 2016    
Diskutiere über „Weval“
comments powered by Disqus