Debauchery - Thunderbeast - Cover
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Debauchery Thunderbeast


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 95 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Dumpf, dumpfer, Debauchery (vs. Blood God). Und dabei immer schön die Riffs bei AC/DC klauen.

Mastermind Thomas Gurrath vereint sein Hardrock-Projekt Blood God erstmals deutlich sichtbar auf dem Cover vermerkt mit seiner vor Kunstblut triefenden Death-Metal-Walze Debauchery auf einem gemeinsamen Doppelalbum. Gab es in der Vergangenheit immer nur getrennte Releases bzw. Features in Form von Bonus-CDs, wird heuer also mit offenen Karten gespielt. Somit firmiert das vorliegende „Thunderbeast“-Album offiziell unter dem Banner Debauchery vs. Blood God, auch wenn der Hörer in Wahrheit lediglich zweimal die gleichen 14 Songs in stilistisch unterschiedlichen Ausprägungen sowie in einer anderen Reihenfolge vorgesetzt bekommt.

Damit hat sich im Vergleich zu früheren Veröffentlichungen eigentlich nichts verändert. Gurrath liefert seine Songs in zwei Varianten ab und der Hörer entscheidet, welche ihm lieber ist. Dieses Herangehen kann man entweder gut finden oder als überflüssig ansehen. Denn der rockige Death Metal Thomas Gurraths beruht ja ebenso wie sein Hardrock auf ein und denselben Einflüssen von Szene-Größen wie Judas Priest, Accept, Iron Maiden, Motörhead und AC/DC, während der letzte Funke Death Metal dagegen nur noch aus den Growls des Schwaben besteht. Für die Genre-Polizei ein ganz klares No-Go!

So werden kurzerhand Riffs am laufenden Meter bei der Konkurrenz entliehen („City of bones“, „Vampire Holocaust“), in den Mixer geworfen („Crusaders of god“) und zu einer stumpf-stampfenden Hardrock-Polka vermengt („Super killer death match“), die den Abwechslungsreichtum eines tickenden Weckers besitzt („Firethrone overlord“). Dieses fade Schauspiel erinnert ein wenig an die US-Kollegen von Six Feet Under, die den Hörer mit ihrer „Graveyard Classics“-Reihe in der inzwischen vierten Ausgabe auch nur noch langweilen.

Blood God und Debauchery im Doppelpack holen aus einer ähnlichen Idee auch nicht mehr heraus als Six Feet Under. Bei über 1½ Stunden Spielzeit stellt sich das dumpfe Geschrote nämlich als allenfalls durchschnittliches Vergnügen dar, das für Genre-Fans vermutlich noch nicht einmal über den Status eines Rohrkrepierers hinauskommt.

Anspieltipps:

  • Crusaders of god
  • Bullet to the head
  • Firethrone overlord
  • Super hot vampire lady
  • Heavy metal monsternaut
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