New Model Army - Winter - Cover
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New Model Army Winter


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 58 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album, mit dem New Model Army nicht unbedingt neue Fans gewinnen können, aber die Basis locker bei der Stange halten werden.

Drei Jahre nach „Between Dog And Wolf“ (09/2013) legen New Model Army, die ewigen Indie-Rocker aus Bradford um Mastermind Justin Sullivan (60), mit „Winter“ ein neues Album vor. Und das auf dem vielleicht höchsten Stand auf der Beliebtheitsskala seit Mitte der 90er Jahre und dem „The Love Of Hopeless Causes“-Album. Da kann man mal sehen, was eine Rockband auf ihre alten Tage noch so leisten kann.

New Model Army haben sich in ihren inzwischen 36 Karrierejahren auch ohne echten Singlehit und Alben, die in der Regel im Mittelfeld der Charts landen, eine treue Fangemeinde aufgebaut. Besonders das deutsche Publikum hält der Band konsequent die Stange. Doch auch wenn Qualität nicht an Charterfolgen gemessen wird, wichtig sind diese für das Überleben trotzdem. New Model Army haben sich diesbezüglich auf einem Niveau eingependelt, das ihnen auch heute noch Türen öffnet und sie immer wieder antreibt.

„Winter“ entstand in der Besetzung Justin Sullivan (Gesang, Gitarre), Michael Dean (Drums), Dean White (Keyboards), Ceri Monger (Bass) sowie Marshall Gill (Gitarre) und knüpft nahtlos an die vorangegangenen Alben an, ohne diese zu kopieren. Das zeigt bereits der Auftakt mit dem langgestreckten, atmosphärischen „Beginning“, auf das mit „Burn the castle“ ein wütender Rocksong mit einem grimmig singenden Justin Sullivan folgt. Diese Variationen machen den Geist von „Winter“ auch in der Folgezeit aus. Die Band lässt es immer wieder mal krachen („Eyes get used to the darkness“), wechselt sich zwischen entspannten Grooves („Drifts“, „Born feral“) und akustischen Tracks („Die trying“) ab und präsentiert damit das typische NMA-Feeling.

Damit liefert die New Model Army – vielleicht etwas zu unspektakulär – wieder einmal ein Album mit verlässlicher Qualität ab, das nicht unbedingt neue Fans einbringen, aber die Basis locker bei der Stange halten wird.

Anspieltipps:

  • Devil
  • Born feral
  • Burn the castle
  • Eyes get used to the darkness
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