MSTRKRFT - Operator - Cover
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MSTRKRFT Operator


  • Label: RSK Entertainment
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
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Die Kanadier entsinnen sich alter Zeiten: weniger Pop und altes Label. Doch „Operator“ ist das aggressivste und düsterste ihrer nun drei Studioalben.

„Operator“ ist das dritte Album für das Duo mit den drei fehlenden Vokalen im Namen. Nachdem M(a)ST(e)RKR(a)FTs eher poppige Partyplatte „Fist Of God“ passenderweise auf Steve Aoki‘s Dim Mak Label erschien, besinnen sich JFK und Al-P mit ihrem neusten Werk wieder auf ihr altes Label.

Man möchte sagen, dass die Rückkehr zu Last Gang Records (u.a. auch Crystal Castles und JFKs Hauptband Death From Above 1979) auch eine Rückbesinnung auf MSTRKRFTs musikalische Wurzeln darstellt. Von der vagen Bedeutung des Albumtitels („Operator“ als Anspielung auf militärische „operator culture“ und ihrer von der Band lediglich vermuteten Definition; „The Looks“ als Überbegriff substanzloser Pop-Konstrukte) bis zum Verzicht auf übermäßig viele Vocals ähnelt „Operator“ dem Debüt der kanadischen Elektropunker durchaus.

Doch „The Looks“ bediente sich viel mehr an den tanzbaren Indie-Disko-Aspekten von MSTRKRFTs French-Elektro-Einflüssen. Auf „Operator“ haben JFK und Al-P offensichtlich die düstere Seite dieser Inspiration für sich entdeckt. Das Duo lässt dann auch von Beginn an nicht locker: bellende Störfrequenzen, Oldschool-Techno Hi-Hats und Kreissägen-Assoziationen, die einen das Album hinweg auch nicht mehr loslassen. Immerhin entdeckt „Runaway“ in einer Ecke dieser Geräuschkulisse doch noch ein wenig Pop-Ästhetik. „Death In The Gulf Stream“ erlaubt dann später noch Tanzbewegungen, die nicht das Bedürfnis nach unkontrollierten Ausschlägen auslösen, weil man mit dem Beat mithalten will.

Insofern haben MSTRKRFT ein Elektropunk-Album im wahrsten Sinne des Wortes erschaffen. Unkontrolliert, rau und, wenn einem das Geschrei von „Go On Without Me“ in den Ohren liegt, unberührt von vielen Dancefloor-Bestrebungen. Es gibt durchaus ruhige Momente. „Morning Of The Hunt“ ist so einer und wenn man will auch „Playing With Itself“. Und ohne Frage kann man zu den meisten der Tracks auch tanzen, in welcher Form auch immer. Doch im Gesamtbild dominiert der Sound übersteuerter Oszillatoren und kreischender Synthies - Lärm, der das Album zusammenhält und es gelegentlich in Eintönigkeit führt.

Anspieltipps:

  • Runaway
  • Playing With Itself
  • Party Line
  • Morning Of The Hunt

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