The Boys You Know - Elephant Terrible - Cover
Große Ansicht

The Boys You Know Elephant Terrible


  • Label: Wohnzimmer Records
  • Laufzeit: 33 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

International klingender Alternative- und Indie-Rock aus Österreich.

Nach ihrem Debüt „Waste Your Time“ von 2013 und „Purple Lips“ aus dem darauffolgenden Jahr, ließen sich die Österreicher The Boys You Know zwei Jahre Zeit für ihr neues Album „Elephant Terrible“. Einige Besetzungswechsel sind auch vonstattengegangen und somit gesellen sich zu Sänger und Gitarrist Thomas Hangweyrer, Gitarrist Matthias Kollos und Schlagzeuger Benjamin Philippovich seit diesem Jahr der Bassist Manuel Kurzmann, Max Hauer am Keyboard sowie Stefan Slamarig an Trompete und Percussion hinzu und lassen die Kombo zu einem Sextett heranwachsen.

Mit „Never Home“ beginnt das neue Album mit einer Mischung aus traditioneller Songwriterkost eines Bruce Springsteen oder Tom Petty und Alternative-Rock wie Dinosaur Jr. oder Nada Surf. Während man sich bei den Mannen um J Masics vor allem die Vorliebe für Gitarrensolos und den etwas gelangweilt wirkenden Gesang abgeguckt hat, ist es die hoffnungsvolle Stimmung, die an letztere erinnert. Eine solche Mischung und die gut aufeinander abgestimmten Gitarren, lassen gleich den Opener zu einem ersten Highlight werden.

Dass vor allem die schon genannten Dinosaur Jr., die die Ösis dieses Jahr auch supporten durften, Eindruck hinterlassen haben, hört man dem ganzen Album an. Vor allem im rockigen, auch an etwas sanftere Foo Fighters erinnernden „Teenager Of The Year“ oder in „The Change“. Verspielter geht es in „Indifferent“ zu, welches durch Gitarrenpassage und Gesangsmelodie klar an The Cure erinnert. So auch die Gesangsmelodie in „Rainy Days“. Dieses fällt allerdings musikalisch etwas aus dem Rahmen. Als langsamer Citygroove mit Lounge-Einflüssen und Santana-artiger Leadgitarre bringt er aber Abwechslung ins Spiel. „Garden“ erklingt zuvor mit leicht untersetzter Tremologitarre ebenfalls langsamer, wirkt allerdings hypnotisch und erinnert etwas an die Smashing Pumpkins. „Elephants“ als dritter langsamerer Song in Folge plätschert dann leider etwas nichtssagend dahin.

Zum Ende des Albums bleibt es zwar auch ruhig, aber „Morals“ kann mit leichten Americana-Anleihen, wehmütigen Keyboardsounds und melodischem Gitarrensolo überzeugen, wohingegen „I Should Have“ als rein akustischer Song das Album traditionell und fast folkig abschließt. Somit bleibt ein ungemein homogenes und reifes Album, das für fast alle etwas bietet. Traditionelles vermischt sich mit ausgefallenerem Songwriting, Bläser kommen zum Einsatz, viele, trotzdem aber songdienliche Gitarrensoli oder wehmütige Keyboardsounds gibt es auch. „Elephant Terrible“ ist ein wirklich gutes Album der Österreicher, das Lust auf mehr macht.

Anspieltipps:

  • Never Home
  • Teenager Of The Year
  • Garden
  • Morals
Neue Kritiken im Genre „Alternative Rock“
Diskutiere über „The Boys You Know“
comments powered by Disqus